• Nach dem 3:0 gegen RB Leipzig: Der FC Bayern zementiert die Spaltung der Bundesliga

Nach dem 3:0 gegen RB Leipzig : Der FC Bayern zementiert die Spaltung der Bundesliga

Ein Spitzenspiel war das Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig nur tabellarisch. Auf allen Positionen sind die Bayern besser besetzt. Ein Kommentar.

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Spitzeneinheit. Die Münchner jubeln gewohnheitsmäßig über ein Tor.
Spitzeneinheit. Die Münchner jubeln gewohnheitsmäßig über ein Tor.Foto: REUTERS

Alles gut gelaufen für RB Leipzig. Mit einer die Nachhaltigkeit garantierenden Vorstellung in München, in deren Folge Ralph Hasenhüttl wohl nicht befürchten muss, dass die Bayern das tun, was sie immer tun, wenn ihnen denn einer gefährlich wird an der Spitze des deutschen Fußballs. Nein, diesen Laden werden sie nicht leerkaufen. Warum auch, und wen? Den hibbeligen Mittelfeldmann Naby Keita als Konkurrenz für den Souverän Xabi Alonso? Den vermeintlichen Himmelsstürmer Timo Werner für den dribbelnden Irrwisch Douglas Costa, den unsichtbaren Emil Forsberg für den mit Radarblick gesegneten Gestalter Thiago?

Der FC Bayern war beim allein tabellarisch definierten Spitzenspiel der Bundesliga auf allen Positionen besser besetzt. Das kommt so überraschend nicht bei einem Blick auf die aufgelisteten Namen, eher schon, wenn man sich die jüngste Vergangenheit in Erinnerung ruft. RB Leipzig hat den deutschen Fußball der vergangenen Wochen eindrucksvoll dominiert, das muss auch ein wenig am kickenden Personal liegen. Wer RB am Samstag beim 2:0 über Hertha BSC beobachtet hatte, bei dieser eindrucksvollen Machtdemonstration gegen die aktuelle Nummer drei der Tabelle, der wollte dieser Mannschaft in München durchaus eine Chance geben. „Aber wenn die Bayern ernst machen und so spielen wie heute, dann ist das für uns nicht zu verteidigen“, sprach Leipzigs Trainer Hasenhüttl am späten Mittwochabend. „Selbst, wenn wir unsere allerbeste Leistung gezeigt hätten, wäre es sehr, sehr schwer geworden. Am Ende hat es der Gegner gnädig gemacht.“

Das ist die eigentliche Botschaft dieses Jahresausklanges: Die Bundesliga ist so tief gespalten wie nie in ihrer bald 54 Jahre währenden Geschichte. Erst einmal kommen die Bayern, wenn sie mal eine Lust haben oder sonst irgendwie unpässlich sind, fällt auch mal eine Krume für die Konkurrenz ab. Auch in dieser Saison wird es wieder eine Meisterschaft für die 17 Klubs jenseits des Münchner Satelliten geben, und da liegt Leipzig weiterhin sehr gut im Rennen.

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