• Nach enttäuschend verlaufener WM richten sich die Blicke des DTTB nun auf die EM in Bremen

Sport : Nach enttäuschend verlaufener WM richten sich die Blicke des DTTB nun auf die EM in Bremen

Zwei Monate vor den Europameisterschaften in Bremen hat sich die Ausgangslage für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) geändert. "Die Konkurrenz schläft nicht. Die europäischen Nationen sind näher zusammengerückt", lautete die Erkenntnis von DTTB-Spitzensport-Koordinator Dirk Schimmelpfennig bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur. Die 60 000 Mark teure Reise nach Asien endete unter dem Strich mit zwei enttäuschenden fünften Plätzen. Dennoch hält Schimmelpfennig an der Zielvorgabe für die EM vom 20. April bis 1. Mai in der Bremer Stadthalle fest: "Die Herren kämpfen um eine Medaille, die Damen wollen ihren Titel verteidigen."

Doch selbst für die erfolgsverwöhnten Europameisterinnen von 1996 und 1998 wird Bremen kein Selbstgänger. Der WM-Dritte Rumänien mit der überragenden Mihaela Steff landete in Kuala Lumpur wie zuletzt schon beim European Ladies Team Cup vor den "Golden Girls" des DTTB. Bei den Herren vergrößerte Sensations-Halbfinalist Italien - die Südeuropäer gewannen erstmals eine WM-Medaille - den Kreis der Anwärter für einen Platz auf dem EM-Podest. Und die "Altmeister" aus Schweden sind noch immer eine große Nummer. Europameister Frankreich scheiterte zwar in Kuala Lumpur bereits in der Vorrunde, kommt aber ebenso wie Polen, die Niederlande oder Gastgeber Deutschland für eine EM-Medaille in Frage.

"Vor allen Gegnern muss man Respekt haben. Aber unser Ziel ist eine Medaille in Bremen", erklärte Jörg Roßkopf. Der Olympia-Dritte wird seit fast einem Jahr vom Verletzungspech verfolgt. In Kuala Lumpur musste er wegen großer Schmerzen im linken Knie fit gespritzt werden. Mit einer Bilanz von 4:2 Siegen konnte er seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Dennoch blickte der Einzel-Europameister von 1992 der EM im eigenen Land zuversichtlich entgegen. "Wir haben das Potenzial, um sogar die Schweden zu schlagen. Irgendwann werden wir gegen sie gewinnen", meinte der Linkshänder.

Neben dem Heimvorteil setzen die DTTB-Verantwortlichen bei der EM vor allem auf das andere Spielsystem. In Kuala Lumpur wurden maximal fünf Einzel gespielt, in Bremen besteht ein Team-Wettkampf aus maximal sechs Einzeln und einem Doppel. "Das EM-System ist für unsere Teams günstiger. Wir sind nach hinten raus, an den Positionen drei, vier und fünf, besser als die anderen Nationen", erklärte Leistungssportreferent Matthias Vatheuer.

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