Nach Selbst-Interview : Hertha-Manager Preetz verteidigt sich

Nach seinem mit sich selbst geführten Interview geht Herthas Manager Michael Preetz jetzt in die Offensive. "Unfassbar unterirdisch" sei die Kritik daran gewesen, er habe sich nur an die Fans wenden wollen.

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Rückendeckung. Präsident Gegenbauer steht hinter Manager Preetz.
Rückendeckung. Präsident Gegenbauer steht hinter Manager Preetz.Foto: City-Press Gbr

Das Echo am Tag danach fiel verheerend aus. „Preetz’ Gaga-Brief an die Fans“, schrieb die „BZ“ auf ihrer Titelseite. Die Boulevardkollegen von „Bild“ kamen zu der Erkenntnis: „Hertha macht sich zum Affen.“ Sogar aus den Führungsgremien des Klubs wurde das Interview, das Michael Preetz, der Manager von Hertha BSC, quasi mit sich selbst geführt hatte, „als Armutszeugnis“ bezeichnet; in den Internetforen wurden Vergleiche zur Kommunikationspolitik diktatorischer Regime gezogen, und selbst die Deutsche Presseagentur registrierte nur noch „Hohn und Spott für Hertha-Manager“.

Der Berliner Fußball-Bundesligist hat im Moment eine Reihe von Sorgen. Die Außendarstellung gehört spätestens seit Samstagabend auch noch dazu. Dass die Spieler sich nach der deprimierenden 1:4- Niederlage gegen Wolfsburg zu kollektivem Schweigen entschlossen, ist nach der Enttäuschung zumindest zu verstehen; dass sich Manager Preetz jedoch regelrecht unsichtbar machte, verstärkte den Eindruck, dass der Verein sich in schwierigen Situationen einfach wegduckt. Von einem hauptamtlichen und entsprechend bezahlten Geschäftsführer Sport darf man selbst in unangenehmer Lage eine gewisse Professionalität erwarten.

Ein Porträt in Bildern von Herthas Manager Michael Preetz:

Die Karriere von Michael Preetz
Die beiden haben gut lachen: Herthas Trainer Jos Luhukay (l.) freut sich über Herthas gelungenen Saisonstart und Michael Preetz freut sich über seine vorzeitige Vertragsverlängerung als Manager bis 2017.Weitere Bilder anzeigen
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24.10.2013 14:52Die beiden haben gut lachen: Herthas Trainer Jos Luhukay (l.) freut sich über Herthas gelungenen Saisonstart und Michael Preetz...

Präsident Werner Gegenbauer ist der Ansicht, dass da ein falscher Eindruck entstehe. „Michael Preetz hat nicht 24 Stunden Notdienst für die Presse.“ Im Übrigen habe er am Sonntag mit dem „Kicker“ gesprochen. „Kommunikation beschränkt sich ja nicht nur auf Kontakte zu den Medien, auch Kommunikation nach innen gehört zu seiner sportlichen Verantwortung. Die nimmt er wahr“, sagt Gegenbauer. „Seine Aufgabe ist es, das ganze Gefüge zusammenzuhalten. Das tut er.“ Preetz habe am Samstagabend bis kurz vor elf Gespräche mit Spielern, Trainerteam und Verantwortlichen geführt, außerdem hat er „das Olympiastadion nicht durch den Hintereingang verlassen“.

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