Nachgefragt : Arne Friedrich: "Dieser Erfolg ist psychologisch wertvoll"

Kurz nach dem 2:1 gegen Eintracht Frankfurt: Nachgefragt bei Herthas Kapitän Arne Friedrich. "Ich habe den Eindruck, dass bei uns immer ein bisschen Angst durchkommt. "

Michael Rosentritt
Arne
Vorwärtsdrang. Friedrich bemägelt die vielen hohen Bälle.Foto: dpa

Herr Friedrich, Herthas Sieg gegen Frankfurt sah nach harter Arbeit aus.



Das kann man wohl sagen. Aber das ist ja leider nichts Neues bei uns. Oft, wenn wir mit einem oder gar zwei Toren in Führung liegen, hören wir auf, Fußball zu spielen. Wir schlagen zu viele lange Bälle. Ich kann nicht erklären, warum das so ist.

Probieren Sie es.

Ich habe den Eindruck, dass bei uns immer ein bisschen Angst durchkommt. Dabei sollte uns eine Führung doch sicher werden lassen.

Was bedeutet der Erfolg zum Rückrundenstart?

Psychologisch ist er ganz wertvoll. Die Testspiele in der Vorbereitung sind gut und schön, haben aber nicht viel zu bedeuten. Der Sieg heute, der zählt.

Dank zweier Tore von Marko Pantelic.

Daran sieht man, dass er ein Stürmer mit einem besonderen Instinkt ist. Er hebt unsere Qualität.

Hat Hertha eigentlich ein Elfmeterproblem?

Nein, Cicero wird auch den nächsten schießen. Der sollte aber sitzen. Andererseits: Wer weiß, wofür sein Fehlschuss gut war. Vielleicht war es richtig, dass er nicht das 2:0 erzielt hat. Sonst hätten wir früher aufgehört, Fußball zu spielen.

Aufgezeichnet von Michael Rosentritt

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