• NACHGEFRAGT BEI OBERBÜRGERMEISTER CHRISTIAN UDE: „Keiner sollte jetzt sagen: nochmal versuchen“

NACHGEFRAGT BEI OBERBÜRGERMEISTER CHRISTIAN UDE : „Keiner sollte jetzt sagen: nochmal versuchen“

Herr Ude, haben Sie die Entscheidung für Pyeongchang schon verkraftet?

Die Enttäuschung sitzt sehr tief. Wir bearbeiten das Thema seit zwölf Jahren. Wir hatten Franz Beckenbauer als Unterstützer, 78 Prozent Zustimmung bei der Bevölkerung und ein Konzept der Nachhaltigkeit, das unumstritten war. Aber als guter Verlierer akzeptieren wir auch eine Entscheidung, die gegen uns gefallen ist.

Bei einer neuen Bewerbung für 2022 werden Sie nicht mehr dabei sein.

Ich bin sowieso schon 2018 nicht mehr Oberbürgermeister. Die Entscheidung für die Bewerbung für 2022 sollte man aber nicht im Eifer des Gefechts fällen. Wir haben gelernt, wie viele Mitwirker es braucht, wie viele Unterstützer aus der Wirtschaft und mindestens eine Dreiviertelmehrheit in der Bevölkerung. Keiner soll jetzt den Finger heben und sagen, er will, dass wir es noch mal versuchen. Jeder sollte intern klären, ob alle Beteiligten noch einmal bereit sind.

Waren die 33 Millionen Euro für die Bewerbung umsonst ausgegeben?

Auf keinen Fall. Das war die größte Werbekampagne für München, für Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land.

Aufgezeichnet von Benedikt Voigt

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