Nachwuchs wandert ab : Es fehlt die Perspektive

Bei Hertha BSC hat der Ausverkauf begonnen. Im Sommer werden drei hochbegabte Spieler den Verein verlassen, ihr Verlust könnte schwer wiegen. Sebastian Stier versteht den Wechsel der Hertha-Talente nach Hoffenheim.

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Allen Hertha-Fans, die bei dieser Meldung unruhig werden, sei gesagt: Keine Sorge, es geht hier nicht um Adrian Ramos, Raffael oder Peter Niemeyer. Es handelt sich „nur“ um drei Jugendspieler, alle zwischen 14 und 15 Jahre alt. Sie werden in wenigen Monaten zum FC Arsenal beziehungsweise zur TSG Hoffenheim gehen. Vor allem der Wechsel zweier Spieler nach Hoffenheim sorgt für Unmut bei Herthas Verantwortlichen. Von rüden Abwerbe-Methoden ist da die Rede. Dabei ist die Entscheidung der Jugendlichen, Hertha zu verlassen, nachvollziehbar.

Seit Jahren zählen die Berliner bei der Nachwuchsförderung zur nationalen Spitze. Der Sprung in den Profibereich gelingt später aber nur Wenigen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Auch wenn Herthas aktueller Trainer Markus Babbel stärker auf junge Spieler setzt als seine Vorgänger, so bleibt der Ertrag von Herthas Jugendförderung unter dem Strich gering. Viele Spieler schaffen erst woanders ihren sportlichen Durchbruch.

Die Gründe dafür sind vielfältig, nicht immer trägt Hertha dafür die Schuld. Dennoch: Erst wenn es die Berliner schaffen, ihrem Nachwuchs dauerhaft eine Perspektive aufzuzeigen, wird sich der Verein nicht mehr über die Abwerbungsversuche der Konkurrenz ärgern müssen. Die Spieler bleiben dann von ganz allein in Berlin.

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