Nachwuchssportlerin des Monats Januar : Alicia Brückner

In unserer Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Heute wird die Januar-Gewinnerin gekürt: die Ju-Jutsu-Fighterin Alicia Brückner.

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Und noch eine Trophäe: Alicia Brückner ist Berlins Nachwuchssportlerin des Monats Januar.
Und noch eine Trophäe: Alicia Brückner ist Berlins Nachwuchssportlerin des Monats Januar.Foto: camera4/Top Sportmarketing

Alicia Brückner hat gelernt, sich durchzusetzen. Denn sie beherrscht die „sanfte Kunst“. So heißt die Kampfsportart Ju-Jutsu übersetzt. Im Ju-Jutsu Fighting ist Alicia Brückner im November bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Bukarest Fünfte geworden. Doch das soll erst der Anfang gewesen sein, denn Alicia Brückner hat noch viel vor – auf der Matte und auch sonst im Leben.

Dabei wirkt die 16-Jährige auf den ersten Blick eher zierlich. Doch das hat sie nicht davon abgehalten, sich schon als kleines Mädchen dorthin zu wagen, wo sonst fast nur Jungs stehen – auf die Judomatte. Mit fünf Jahren hat Alicia mit Judo angefangen. „Ich bin einfach mit meinem Bruder Lukas mitgegangen“, erzählt sie. Zu dieser Zeit übt sie sich auch noch im Ballett, doch das gibt sie später zugunsten des Kampfsports auf.

Wenn in ihrem Verein, dem Ersten Berliner Judo-Club 1922, trainiert wird, ist sie oft das einzige Mädchen. Daran hat sie sich längst gewöhnt. Und auch daran, dass es manchmal auch Zweifel an ihrem Willen gibt. Als in ihrer Schule vor eineinhalb Jahren das Wahlpflichtfach Sport für Mädchen mangels Interesse nicht mehr angeboten wird, macht sie einfach bei den Jungs mit. „Damals meinte mein Lehrer, dass ich das maximal zwei oder drei Wochen durchhalte“, erinnert sie sich und lacht. Heute gehört sie zu den Besten in der Gruppe.

Im Ju-Jutsu gilt das in ihrer Alters- und Gewichtsklasse inzwischen weltweit. 2007 hat sie Judo Judo sein lassen und umgesattelt. „Ju-Jutsu ist abwechslungsreicher“, sagt sie mit Überzeugung in der Stimme. „Man muss einerseits schlagen und treten, dazu den Gegner werfen können und den Bodenkampf beherrschen“, erklärt sie. Judo sei im Vergleich dazu nur „Ringel Ringel Reihe“.

Aber Judo hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Ju-Jutsu: Es ist olympisch. Ob Alicia Brückner deshalb womöglich doch noch einmal die Sportart wechselt? „Nein, ich bleibe beim Ju-Jutsu“, sagt sie bestimmt. Natürlich wäre es schön, wenn ihr Sport irgendwann Teil des Programms bei den Olympischen Spielen werden würde. Aber falls nicht, sind da ja auch noch die World Games, Europa- und Weltmeisterschaften. In diesem Jahr zum Beispiel in Mexiko. Dort will sich Alicia Brückner wieder durchsetzen. So, wie sie es bisher fast immer getan hat.

An jedem ersten Dienstag des Monats stellen wir hier den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Mehr Informationen zur Wahl und alle bisherigen Sieger finden Sie hier.

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