Nachwuchssportlerin des Monats September : Hendrikje Richter

In unserer neuen Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Im vierten Teil der Serie wird der Gewinner des Monats September gekürt: Die 400-Meter-Läuferin Hendrikje Richter.

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Hendrikje Richter wurde vor einigen Wochen bei den Titelkämpfen der U 18 Deutsche Jugendmeisterin über 400 Meter. Foto: Top Sportmarketing
Hendrikje Richter wurde vor einigen Wochen bei den Titelkämpfen der U 18 Deutsche Jugendmeisterin über 400 Meter.Foto: Top Sportmarketing

Einmal um die ganze Welt? Nein, so weit ist Hendrikje Richter noch nicht gelaufen. Die 15-Jährige von der LG Nike Berlin kennt sich mit Umrundungen aber trotzdem bestens aus. Sie ist vor einigen Wochen bei den Titelkämpfen der U 18 Deutsche Jugendmeisterin über 400 Meter geworden – und mit der Staffel der unter 20-Jährigen hat das auch gleich noch geklappt.

Mit sechs Jahren hat Hendrikje Richter mit der Leichtathletik angefangen, allerdings nicht gleich mit dem Laufen: „Ich wollte eigentlich Weitspringerin werden“, sagt die gebürtige Berlinerin. Ihre Bestleistung steht bei 4,90 Meter, aber „irgendwie ging es dann nicht mehr voran“, sagt sie heute. Also wechselte sie von der Grube auf die Bahn und probierte sich zwischen 100 und 800 Metern. Da war es nur logisch, dass sie irgendwann bei der Stadionrunde landen würde. Dabei gelten die 400 Meter in der Leichtathletik als eine der härtesten Distanzen. Aber Hendrikje Richter lacht diesen Einwand weg: „Man läuft schnell los und muss dann auch noch schnell ankommen.“ Und zwischendurch müsse man noch ein paar Leute überholen, „das macht total Spaß“.

Tag für Tag steht sie um 6 Uhr auf, dann geht es von Mahlsdorf nach Hohenschönhausen in die Sportschule. Dort beginnt um 8 Uhr der Unterricht und zieht sich bis 16.10 Uhr hin. Dazwischen wird trainiert, meist kurze und mittellange Sprints. Die 400 Meter läuft sie fast nur in Wettkämpfen.

„Das alles ist manchmal schon ein bisschen anstrengend“, gibt Hendrikje Richter zu. Irgendwann sollen sich ihre Anstrengungen aber auch auszahlen, bei einer EM oder WM, vielleicht sogar bei Olympischen Spielen. Das ist nicht leicht, denn die 400 Meter sind nicht unbedingt eine deutsche Domäne. Doch davon lässt sie sich nicht beeindrucken. Vielleicht ja, weil sie neben dem Sport noch ein anderes Ziel verfolgt: „Mein großer Traum wäre es, Konditorin zu werden und ein Café zu eröffnen“, sagt sie. Das aber natürlich erst nach einer erfolgreichen Karriere als Leichtathletin.

An jedem ersten Dienstag des Monats stellen wir hier den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Mehr Informationen zur Wahl finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/nachwuchssportler

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