NBA-Finals : Cleveland Cavaliers melden sich mit 120:90 gegen Golden State zurück

Angeführt von LeBron James siegen die Cleveland Cavaliers nach zwei Niederlagen gegen die Golden State Warriors im dritten Spiel der NBA-Finalserie.

Der Vizemeister um LeBron James stand nach zwei deutlichen Niederlagen in den ersten Spielen schon enorm unter Druck.
Der Vizemeister um LeBron James stand nach zwei deutlichen Niederlagen in den ersten Spielen schon enorm unter Druck.Foto: AFP/Miller

Die Cleveland Cavaliers haben eine Vorentscheidung um den Titel in der nordamerikanischen Basketballliga NBA verhindert. Am Mittwoch (Ortszeit) gewann der Vizemeister sein Heimspiel gegen Titelverteidiger Golden State Warriors deutlich mit 120:90 und verkürzte in der Best-of-Seven-Serie auf 1:2-Siege.

„Wir haben endlich zu unserem Spiel gefunden“, sagte Superstar James, der nach der Niederlage in Spiel zwei der Finalserie noch tief enttäuscht von seinen Mitspielern war. Von Beginn an dominierten die Cavaliers die Partie und führten nach dem ersten Viertel bereits mit 33:16. Bis zur Halbzeit kam der Titelverteidiger noch auf acht Punkte heran, danach sahen die Zuschauer in der ausverkauften Quicken Loans Arena in Cleveland ein Offensivspektakel. Angeführt vom „King“ (32 Punkte) entschied der Gastgeber das dritte Viertel mit 38:26 für sich.

Unterstützung erhielt James von Kyrie Irving. Der Aufbauspieler erzielte 30 Punkte und verteilte acht Assists. „Er ist ein besonderer Spieler und wir brauchen ihn besonderes in dieser Finalserie“, lobte der 31-Jährige die Leistung seines Teamkollegen. Cleveland musste auf Kevin Love verzichten. Love hatte sich in der zweiten Partie nach einem Zusammenprall mit Harrison Barnes eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Curry nicht in Normalform

Die Warriors, die in den ersten beiden Endspielen die Cavs regelgerecht vorgeführt hatten, liefen vom Start weg einem Rückstand hinterher und fanden zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel. „Wir haben voll auf die Fresse bekommen“, kommentierte Warriors-Coach Steve Kerr mit drastischen Worten die Leistung. Superstar Stephen Curry war mit 19 Zählern zwar Topscorer seiner Mannschaft, der wertvollste Spieler der regulären Saison (MVP) leistete sich aber auch sechs Ballverluste. „Er war nicht in Normalform. Das passiert manchmal“, sagte Kerr über seinen Starspieler. Auch Curry war unzufrieden: „Der Abend lief einfach überhaupt nicht, wie wir das wollten.“

Die Cavs bleiben damit in den Playoffs 2016 in der heimischen Quicken Loans Arena weiter ungeschlagen (8:0). Das vierte Finalspiel am Freitag (Ortszeit) findet erneut in Ohio statt. (dpa)

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