Sport : Neue Ziele für den 1. FC Union

Die Köpenicker denken jetzt an die Zweite Liga

Matthias Koch

Berlin - Es hat gewiss schon bessere Spiele des Fußball-Regionalligisten 1. FC Union gegeben. Doch nach dem knappen 3:2 (1:2)-Erfolg beim designierten Absteiger SC Verl interessierte Uwe Neuhaus der Spielverlauf mit dem zweimaligen Rückstand durch Tore von Robert Mainka und Temel Hop herzlich wenig. „Wichtig waren allein die drei Punkte. Wie die herausgesprungen sind, spielt keine Rolle mehr“, sagte der Trainer der Köpenicker nach dem zweiten Spiel innerhalb von nur drei Tagen.

Tore von Shergo Biran, Macchambes Younga-Mouhani und Steven Ruprecht reichten am Pfingstsonntag schließlich zum standesgemäßen Sieg, der das primäre Saisonziel endgültig sicherte. Drei Spieltage vor Schluss kann Union auch theoretisch nicht mehr auf Platz elf zurückfallen. Die Qualifikation für die neue eingleisige Dritte Liga steht damit fest.

Für Uwe Neuhaus ist damit der Zeitpunkt gekommen, um auch offiziell eine neue Zielstellung auszurufen: den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. „Es ist super, dass wir die beiden 0:1-Niederlagen gegen die zweiten Mannschaften von Bremen und Cottbus mit drei Siegen gegen HSV II, Dresden und Verl gekontert haben“, freute sich Neuhaus. „Jetzt wollen wir uns und den Fans noch ein kleines Zusatzgeschenk machen.“ Noch lauert Union mit 57 Punkten hinter den beiden führenden Klubs Rot-Weiss Ahlen (61) und Rot- Weiß Oberhausen (59) auf dem dritten Tabellenplatz, also genau eine Position zu tief, um am Ende in die Zweite Liga aufzusteigen. Da jedoch mit Oberhausen am 31. Mai zum Saisonfinale im Stadion An der Alten Försterei ein direkter Aufstiegskonkurrent erwartet wird, kann Union mit drei abschließenden Siegen die Rückkehr in die Zweite Liga aus eigener Kraft schaffen. Vor der Partie gegen Oberhausen empfangen die Berliner am Sonnabend noch den 1. FC Magdeburg, am 24. Mai folgt das letzte Auswärtsspiel beim VfB Lübeck.

Union rechnet gegen Magdeburg mit 15 000 Zuschauern, zumal der Gegner mit Steffen Baumgart, dem früheren Union-Idol, antritt. „Vielleicht übernachten wir vorher gemeinsam im Hotel. Das würde zusätzlich die Aufmerksamkeit und Motivation erhöhen“, überlegt Neuhaus. Wie das mit dem Aufsteigen funktioniert, weiß der 48-Jährige: 2006 führte er Rot-Weiss Essen in die Zweite Bundesliga. Matthias Koch

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