NFL Play-offs : Kein Finale daheim für die Arizona Cardinals

Beim Aus in Carolina stellen die Gäste einen neuen Negativrekord mit nur 78 Yards auf. Auch Pittsburgh ist draußen.

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Arizonas Quarterback Ryan Lindley ging gegen Carolina mehrmals zu Boden.
Arizonas Quarterback Ryan Lindley ging gegen Carolina mehrmals zu Boden.Foto: AFP

Genau eine Sekunde war im Play-off-Duell zwischen den Carolina Panthers und den Arizona Cardinals noch zu spielen, da begannen sich die Cardinals, den Ball immer weiter nach hinten zuzupassen, von einem Spieler zum anderen. Lateral pass nennt sich diese Variante im American Football, die meistens dann benutzt wird, wenn es darum geht, mit ablaufender Zeit doch noch irgendwie einen Touchdown zu erzielen, weil sich irgendwo eine Lücke auftut.
Das passierte nicht und selbst wenn es gelungen wäre, hätte es den Cardinals nichts mehr genutzt, sie langen zu diesem Zeitpunkt mit 16:27 bereits aussichtslos zurück. Es wird auf ewig ein Rätsel bleiben, warum die Gäste die Uhr nicht einfach auslaufen ließen, zumal am Ende der vielen laterals ein Raumverlust von 19 Yards stand. Damit fiel Arizona auf insgesamt 78 Yards zurück, so wenige hatte noch nie eine Mannschaft seit Beginn der Super-Bowl-Ära (1967) zustande gebracht.
Die völlig missglückte Aktion am Spielende war symptomatisch für den völlig missglückten Auftritt der Cardinals in Carolina. Arizona zeigte eine der schwächsten Leistungen in der Play-off-Geschichte der National Football League (NFL) und musste sich frühzeitig vom Super Bowl daheim verabschieden. Das NFL-Finale findet am 1. Februar im University of Phoenix-Stadium, der Heimstätte der Cardinals statt. Noch nie hatte eine Mannschaft den Super Bowl im eigenen Stadion erreicht, den Cardinals wurden vor der Saison allerdings gute Chancen eingeräumt, es zum ersten Mal zu schaffen. Und es sah zunächst auch ganz gut aus, von den ersten zehn Spielen konnte Arizona neun gewinnen. Die Probleme begannen, als sich Quarterback Carson Palmer schwer verletzte. Seinen Ersatzmann Drew Stanton erwischte es bald ebenfalls, dazu fielen andere wichtige Spieler wie Running Back Andre Ellington für lange Zeit aus. In Carolina musste Ryan Lindley spielen, der vierte Quarterback. Dass der in der NFL heillos überfordert ist und eigentlich nicht in diese Liga gehört, zeigte er schon in den Wochen zuvor. Mit ihm als Spielmacher hatten die Cardinals keine Chance mehr, das Endspiel im eigenen Stadion zu erreichen.
Auch für Rekordmeister Pittsburgh ist die Saison beendet. Die Steelers verloren gegen ihren Erzrivalen Baltimore Ravens im eigenen Stadion mit 17:30. Ohne den verletzten Running Back Le’Veon Bell konnte Pittsburghs Offensive nie an die starken Leistungen der regulären Saison anknüpfen.


Für die Ravens geht es am kommenden Sonnabend bei den New England Patriots mit Sebastian Vollmer weiter.

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