Sport : „Niroomands Kritik war zu heftig“

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Herr von Moltke, Kaweh Niroomand, der Manager des Deutschen Meisters SC Charlottenburg, hat VolleyballBundestrainer Stelian Moculescu unmissverständlich zum Rücktritt aufgefordert…

Dazu äußere ich mich nicht. Nur so viel: Wir werden die Männer-Nationalmannschaft nicht fallen lassen: mit welchem Trainer, mit welcher Mannschaft und welchem Umfeld auch immer.

Kaweh Niroomand...

Wie er sich da geäußert hat, das war zu heftig. Das war nicht richtig, weder vom Stil noch von der Sache her.

Kaweh Niroomand beklagt, dass Moculescu mit der Nationalmannschaft nichts erreicht hat: keine Olympia-Teilnahme, schwaches Abschneiden bei der Europameisterschaft im eigenen Land, dazu die Qualifikation für die nächste EM verpasst.

Wir sollten jetzt nichts dramatisieren. Man kann über alle Dinge reden, das ist so in einer Demokratie. Aber es sollte zunächst im internen Kreis geschehen.

Werden Sie reagieren?

Natürlich greife ich ein. Wir müssen uns mit der Männer-Nationalmannschaft beschäftigen und dabei natürlich auch mit der Frage des Bundestrainers. Nur: Das geschieht nicht von heute auf morgen.

Und wie sieht Ihr Zeitplan aus?

Ich bin zurzeit in Griechenland, fliege Mittwochfrüh zurück nach Berlin und werde mich dort mit Götz Moser (Anm.: Vizepräsident des DVV) treffen.

Gibt es überhaupt Alternativen zu Stelian Moculescu als Bundestrainer?

Alternativen gibt es immer. Mehr sage ich dazu nicht. Wir werden eine Lösung finden, eine zum Wohle des Volleyballs.

Das Interview führte Karsten Doneck.

Werner von Moltke (68), ehemaliger Zehnkampf-Europameister, ist seit 1997 Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

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