Sport : Nordische Ski-WM in Lahti: Gesund durch bayerische Luft

Gastgeber Finnland muss nach dem Verfolgungs-Drama am Sonnabend weiter auf das erste Gold bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften warten. Der Schwede Per Elofsson ist der erste Doppelweltmeister von Lahti. Der 23 Jahre alte Sieger über 15 km im klassischen Stil gewann auch die Verfolgung über je 10 km klassisch und Freistil deutlich vor dem Finnen Jari Isometsä und dem Allgäuer Johann Mühlegg, der die erste nordische WM-Medaille für Spanien erkämpfte. Als bester Läufer des Deutschen Skiverbandes landete Axel Teichmann (Lobenstein) auf Rang 15.

Die meisten der 41 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion erlitten bereits vor dem Start den ersten Schock. Der finnische Langlauf-Volksheld Mika Myllylä, der am Vormittag den klassischen Abschnitt als Schnellster beendet hatte, musste wegen Schüttelfrost und Fieber auf die zweite Halbzeit der Verfolgung verzichten. Ob er überhaupt noch bei der WM starten kann, ist fraglich. Teil zwei des finnischen Dramas lieferte der als Dritter gestartete Janne Immonen, der mit gebrochenem Stock aufgeben musste, nachdem ihm am Vormittag bereits die Bindung gebrochen war.

Auch für die Deutschen verlief das Rennen alles andere als erfreulich: Sie schimpften über die schmalen Loipen. "Man konnte kaum überholen. Mehr war unter diesen Umständen nicht drin", sagte Teichmann. Nur der für Spanien startende Allgäuer Johann Mühlegg strahlte. "Auf den extrem schnellen Strecken war das ein großer Erfolg für mich. Schließlich war ich vor der WM neun Tage krank, habe in Grainau im Bett gelegen. Die bayerische Luft hat mich gesund gemacht", sagte der WM-Dritte. Nicht starten will er bei den kommenden Rennen. "Über 50 Kilometer zum WM-Finale möchte ich wieder angreifen", sagte Mühlegg.

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