Nürnberg - Hamburg : Nürnberg enttäuscht vor Pokalfinale

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg ist zwei Wochen vor dem DFB-Pokalfinale total von der Rolle. Die kraftlos agierenden Franken verloren gegen den stark auftrumpfenden Hamburger SV.

Nürnberg - Die Nürnberger verloren mit 0:2 (0:2) und blieben durch die zweite Heimniederlage der Saison auch im vierten Spiel in Serie ohne Sieg. Für die Gäste, die sich nun wieder Hoffnung auf den UI-Cup machen dürfen, trafen vor 47.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion der überragende Antreiber Rafael van der Vaart (39.) und David Jarolim (41.). Der "Club" enttäuschte beim letzten Heimauftritt der Saison auf ganzer Linie und musste sich sogar Pfiffe seiner Fans gefallen lassen.

"In der ersten Halbzeit haben wir hervorragend gespielt, in der zweiten Halbzeit ist der Druck größer geworden, aber die Jungs haben das gut gelöst. 2:0 hier zu gewinnen - Kompliment", fasste HSV-Coach Huub Stevens seine Eindrücke zufrieden zusammen. Das Team habe sein Leistungsvermögen abgerufen. "Ich bin unheimlich zufrieden", sagte der Niederländer.

Partie verflachte schnell

"Niederlagen sind die denkbar schlechteste Vorbereitung auf das Pokalfinale", hatte "Club"-Trainer Hans Meyer vor der letzten Heimpartie der Saison seine Profis noch einmal ermahnt. Doch nicht die Hausherren, bei denen Routinier Tomas Galasek wegen seiner Rot- Sperre fehlte, dominierten von Beginn an die insgesamt mäßige Partie, sondern die Gäste: Nigel de Jong verpasste auf Zuspiel von van der Vaart (9.) nur knapp, wenig später schoss van der Vaart aus 25 Metern über das "Club"-Gehäuse.

Fortan verflachte die Partie, das Aufregendste waren lange Zeit die Ergebniseinblendungen von den anderen Plätzen. Die Franken spielten zerfahren und ohne jede Gefahr nach vorne. Dem Meyer-Team war deutlich anzumerken, dass die erstmals nach längerer Verletzungspause von Beginn an agierenden Marek Mintal und Dominik Reinhardt für das Pokalfinale noch jede Menge Spielpraxis benötigen. Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe Iwan Saenko HSV-Torhüter Frank Rost aus 17 Metern erstmals ernsthaft prüfte.

Doch die Hanseaten ließen sich davon nicht beeindrucken und zeigten einmal mehr ihr starkes Auswärtsgesicht. Mit einem unhaltbaren Freistoß erzielte van der Vaart aus 28 Metern die Führung. Nur zwei Minuten später war ausgerechnet der frühere Nürnberger David Jarolim zur Stelle und stellte endgültig die Weichen zum sechsten Auswärtserfolg für die Stevens-Elf. Nach dem Wechsel verpassten es die Hanseaten, den Sieg sogar noch höher zu schrauben. "Unser Highlight kommt am 26. Mai", versuchte Stürmer Markus Schroth, der den "Club" zum Saisonende verlässt, dem Team Mut zu machen für das Pokal-Endspiel. (tso/dpa)

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