Sport : Nürnberg stürmt, Bayer trifft: Leverkusen gewinnt 1:0

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Hier geht’s nicht weiter. Der Leverkusener Stefan Reinartz (rechts) stoppt Nürnbergs Hiroshi Kiyotake. Foto: dpa
Hier geht’s nicht weiter. Der Leverkusener Stefan Reinartz (rechts) stoppt Nürnbergs Hiroshi Kiyotake. Foto: dpaFoto: dpa

Leverkusen - Wer hätte gedacht, dass ein zweiter Platz Bayer Leverkusen (alias Vizekusen) einmal so glücklich machen würde? Am Samstag war die Stimmung in der Bayarena glänzend. Die Fans feierten ihr Team für einen 1:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, durch den Leverkusen Rang zwei hinter den Bayern verteidigte. Vor 29 325 Besuchern spielte Bayer nicht spektakulär, dafür aber effektiv – und hatte Glück, dass Schiedsrichter Markus Schmidt nicht erkannt hatte, dass Stefan Kießling bei seinem Tor im Abseits stand.

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking regte sich darüber nicht auf („So etwas kann immer passieren“). Aufgrund der Passivität des Gegners sei für sein Team aber mehr drin gewesen: „Diese Niederlage war unnötig, deshalb ärgere ich mich.“ Sein Bayer-Kollege Sascha Lewandowski wies darauf hin, dass seine Profis auch in der Europa League im Einsatz seien. „Man kann nicht immer ein Topspiel machen. Man muss sich manchmal auch durchbeißen.“

Immerhin begann es aufregend: Sechs Minuten waren gespielt, da hätte es Elfmeter für Bayer geben können. André Schürrle hatte sich den Ball im Strafraum an Raphael Schäfer vorbeigelegt, der Nürnberger Torhüter brachte den Angreifer zu Fall. Schmidt sah jedoch kein Foul. Die Bayer-Profis meckerten nicht lange, Simon Rolfes, Schürrle und Kießling hatten schnell weitere Chancen.

Nach einer Viertelstunde formierten die Nürnberger ihre ersten Angriffe. Leverkusen verlegte sich fortan aufs Kontern. Mit Erfolg: Nach einem schönen Eröffnungspass von Rolfes über die linke Seite spielte Schürrle auf den im Strafraum postierten Kießling, der Schäfer mit einem Schuss aus der Drehung überwand. Niemandem war aufgefallen, dass Kießling knapp im Abseits gestanden hatte, nicht einmal die Nürnberger protestierten. Nach der Pause zogen sich die Bayer-Profis noch weiter zurück und ließen den Gegner das Spiel machen. Nach Flanke von Timo Gebhart hatte Mike Frantz die Chance zum Ausgleich, er setzte den Ball übers Tor.

Von Leverkusen war im Angriff nichts zu sehen. Nach einer Stunde kam auch noch der defensivere Jens Hegeler für Schürrle ins Spiel. Der Plan ging auf. Die Leverkusener ließen hinten so gut wie gar nichts mehr zu und lauerten auf Konter, die ihnen aber erst am Ende wieder gelangen. So hätte Manuel Friedrich nach einer Ecke fast auf 2:0 erhöht, Rolfes traf kurz darauf den Pfosten und Kießling vergab nach einem Solo. Christiane Mitatselis

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