Sport : Nur der VfB tanzt weiter

Stuttgart erreicht das Achtelfinale, Hannover, Mönchengladbach und Leverkusen sind draußen.

Hoch das Bein. Der Stuttgarter Boka feiert sein Tor auf besondere Weise. Foto: AFP
Hoch das Bein. Der Stuttgarter Boka feiert sein Tor auf besondere Weise. Foto: AFPFoto: AFP

In der Europa League lichten sich die Reihen. Von den vier deutschen Vereinen, die in der Zwischenrunde des Wettbewerbs noch vertreten waren, hat sich nur der VfB Stuttgart durchsetzen und das Achtelfinale erreichen können.

KRC Genk - VfB Stuttgart 0:2 (0:1)

Ein kurioses Billard-Tor von Arthur Boka und ein eiskalter Konter-Treffer von Christian Gentner haben den VfB Stuttgart erstmals ins Achtelfinale der Europa League einziehen lassen. Der Abwehrmann von der Elfenbeinküste und der ehemalige deutsche Nationalspieler erzielten am Donnerstagabend im Zwischenrunden-Rückspiel beim KRC Genk die Tore zum 2:0 (1:0) und ebneten dem Bundesligisten nach dem 1:1 im Hinspiel den Weg zum Duell mit Borussia Mönchengladbachs Bezwinger Lazio Rom am 7. und 14. März. „Das ist nicht nur touristisch schön. Das ist ein attraktiver Gegner“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. Bokas Schuss kurz vor der Halbzeit wurde zweimal von belgischen Gegenspielern abgefälscht. Nach einer Stunde und dem 2:0 durch Gentner war die Entscheidung vor etwa 16 796 Zuschauern gefallen. „Wir haben nichts zugelassen und waren voll drin im Spiel, wir freuen uns auf die nächste Runde, sagte Gentner. Im Heimspiel gegen Lazio wird allerdings Stürmer Vedad Ibisevic fehlen, der in Genk seine dritte Gelbe Karte sah.

Lazio Rom - Mönchengladbach 2:0 (2:0)

Zwei kapitale Abwehrfehler haben Borussia Mönchengladbachs Traum vom ersten Europacup-Achtelfinale seit 18 Jahren platzen lassen. Eine Woche nach dem 3:3 im Borussia-Park verlor der Bundesliga-Zehnte das Rückspiel bei Lazio Rom mit 0:2 (0:2). „Wir haben am Anfang große Fehler gemacht und hatten einfach zu viele Ballverluste. Der Gegner war gedanklich und bei der Ballannahme schneller“, sagte der Mönchengladbacher Trainer Lucien Favre. „Die Unterstützung unserer Fans war unglaublich, wir konnten heute leider nicht viel zurückgeben“, sagte Kapitän Martin Stranzl. Angetrieben von fast 10 000 mitgereisten Fans wollten die Borussen mit Leidenschaft das Weiterkommen schaffen. Doch dann präsentierte sich Favres Elf im Spiel nach vorne ohne Mumm und hinten mit katastrophalen Schwächen. Mit einem dilettantischen Ballverlust im Mittelfeld leitete Alvaro Dominguez das Führungstor durch Antonio Candreva für Lazio ein. Als dann auch noch Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen einen Aufsetzer von Stefan Radu aus gut 20 Metern nach vorne abprallen ließ, reagierte Antonio Gonzalez schneller als drei Gladbacher und staubte zum 2:0 ab.

Hannover 96 - An. Machatschkala 1:1 (0:0)

Es war ein bitteres 1:1, das Hannover 96 gegen das Team von Anschi Machatschkala gelungen ist. Nach dem 1:3 im Hinspiel ist die Europa League für die Niedersachsen beendet. Im Schneetreiben von Hannover fühlte sich das russische Team lange Zeit sehr wohl. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Sergio Pinto nach feiner Vorarbeit von Szabolcs Huszti die Führung für die überlegenen Gastgeber erzielte. Die Niedersachsen bemühten sich verzweifelt um den zweiten Treffer, der 96 weitergebracht hätte. Doch Machatschkala konnte in der achtminütigen Nachspielzeit auf dem mit Schnee bedeckten Rasen sogar noch den 1:1-Ausgleich erzielen.

Benfica Lissabon - B. Leverkusen 2:1 (0:0)

Bayer Leverkusen hat sich bei Benfica Lissabon aus dem internationalen Wettbewerb verabschiedet. Die Portugiesen, die das Hinspiel 1:0 gewonnen hatten, waren auch vor heimischer Kulisse die bessere Mannschaft und wurden dafür in der zweiten Halbzeit durch den Führungstreffer von Ola John belohnt. Andre Schürrle gelang zwar eine Viertelstunde vor Schluss der Ausgleich, doch nur zwei Minuten später entschied der für Lissabon spielende Serbe Nemanja Matic mit einem gefühlvollen Kopfball gegen Lauf von Torhüter Bernd Leno die Partie. Tsp/dpa

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