Sport : Nur nicht hängen lassen

Neuruppin gewinnt 5:0 in Babelsberg

Matthias Koch

Potsdam - Als Schiedsrichter Helmut Bley das Spitzenspiel der Fußball-Oberliga zwischen Babelsberg und dem MSV Neuruppin abpfiff, zeigte die Anzeigetafel im Karl-Liebknecht-Stadion ein 0:0 an. Ihre Mechanik funktionierte nicht. In Wirklichkeit feierten die Neuruppiner einen sensationellen 5:0-Auswärtssieg, der vielleicht etwas zu hoch ausfiel. „Wir haben uns nicht hängen lassen, wie es einige von uns sicher erwartet hätten. Unser Spiel nach vorn war grandios“, sagte Neuruppins Trainer Christian Schreier.

Die Tore vor 1652 Zuschauern erzielten Maik Neumann (4. Minute), Andreas Biermann (43.), Danny Kukulies (59. und 87.) sowie Urgutan Cepni (67.). Große Jubelstürme blieben beim MSV trotzdem aus. „Emotionen weckt das bei mir nicht. Mir fehlt der letzte Tick“, sagte Torhüter Marian Unger. Weil sein Verein aus finanziellen Gründen keine Lizenz für die Regionalliga beantragt hat, kann die Mannschaft nicht aufsteigen.

Durch die erste Heimniederlage seit fast drei Jahren verpasste Babelsberg (34 Punkte) die Chance, Boden auf den 1. FC Union (35) Boden gut zu machen. „Inklusive der Gelb-Roten Karte für Enrico Röver war es ein schwarzer Tag für meine Mannschaft“, sagte Trainer Rastislav Hodul. „Aber es werden wieder bessere Stunden kommen.“ Sein Kollege Schreier richtete einen öffentlichen Aufruf an die Klubführung: „Der Verein müsste sich mal rühren. Das erwarten die Spieler und ich selbst. Jeder will wissen, wie es weitergeht.“

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