Sport : Oberliga: Ärger bei Union nach dem 2:3 in Neuruppin

Matthias Koch

Neuruppin - Frank Lieberam hat viel riskiert in Neuruppin. In der Abwehr ließ der Trainer des Fußball-Oberligisten eine Dreier- anstatt einer Viererkette auflaufen. Gegenüber dem 2:2 gegen Eberswalde in der Vorwoche rückten vier neue Akteure ins Team. Zur Startformation zählten gleich fünf Teenager, während die ambitionierten Stürmer Tobias Kurbjuweit und Daniel Teixeira auf der Bank Platz nehmen mussten. Doch am Ende lohnte sich das Risiko nicht. Der MSV Neuruppin siegte vor 3375 Zuschauern knapp, aber verdient mit 3:2.

„Wir werden uns nicht hängen lassen “, sagte Lieberam nach der ersten Saisonniederlage. Zweimal konnten die Berliner einen Rückstand durch ein Eigentor des Neuruppiner Kapitäns Martin Neubert (45.) und Ruprecht (55.) aufholen. Doch die drei MSV-Treffer von Matthias Balke (30.), Denis Novacic (50.) und Krystian Prymula (68.) verhinderten, dass Union seine schwarze Serie beenden konnte.

„Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, über Saisonziele zu sprechen“, sagte Lieberam und hatte Recht. Neuruppin und Babelsberg scheinen in der Tabelle zu enteilen, während Aufstiegsfavorit Union an sich selbst zweifelt. „Zum Lachen besteht derzeit einfach kein Grund“, sagt der Coach. Denn seine Bilanz in Köpenick ist mager. Zusammen mit der Regionalliga-Rückrunde blickt er in 22 Punktspielen auf fünf Siege, acht Unentschieden und neun Niederlagen zurück. In Neuruppin gab es sogar erste, zarte „Lieberam raus“-Rufe. Doch vorerst halten Präsident Dirk Zingler und der sportliche Leiter Lothar Hamann Lieberam wohl den Rücken frei – auch weil sie ihn selbst auf diesen Posten gehoben haben.

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