Olympia 2008 : China hebt Beschränkungen für Journalisten auf

Während der Olympischen Spiele 2008 wird China Beschränkungen für ausländische Journalisten aufheben und ihnen erlauben, einfacher zu reisen und Interviews zu machen.

Peking - Das Außenministerium veröffentlichte die Vorschriften für die Berichterstattung, die bereits vom 1. Januar 2007 an gelten, aber nach den Spielen 2008 wieder auslaufen. "Um Organisationen oder Personen in China zu interviewen, müssen ausländische Journalisten nur deren vorherige Zustimmung erhalten", lautet der Kernsatz darin. Während bisher jede Berichterstattungsreise im Land beantragt, begründet und genehmigt werden musste, sollen ausländische Journalisten dann wie jeder Ausländer in China frei reisen dürfen.

Die Vorschriften beziehen sich auf die Berichterstattung "über die Olympischen Spiele in Peking und verwandte Themen". Auf Fragen, ob dieser Artikel eine Beschränkung auf ausschließlich olympische Themen bedeute, antwortete der Sprecher des Außenministeriums, Liu Jianchao, dass ausländische Journalisten sich bei Olympischen Spielen erfahrungsgemäß nicht nur über Sport, "sondern auch über Politik, Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft des Gastlandes berichten". "Deswegen erweitern die in dem Artikel genannten "verwandten Themen" tatsächlich die Bereiche, über die ausländische Journalisten berichten können", sagte der Sprecher.

Ausländische Journalisten könnten frei reisen, ohne sich die üblichen Genehmigungen der zuständigen Außenämter einzuholen. "Sie werden nicht fragen, was sie tun, solange es nicht spezielle Sorgen gibt, was öffentliches Interesse oder soziale Ordnung angeht. Aber das zielt nicht auf ausländische Journalisten", sagte Liu Jianchao. Das Außenministerium unterrichte örtliche Stellen über die neuen Vorschriften. Er hoffe, dass diese "eine klare Vorstellung vom Geist der neuen Bestimmungen haben und die Berichterstattung erleichtern statt zu behindern". (tso/dpa)

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