Sport : Olympische Aura

Friedhard Teuffel

erklärt, warum es eine Berliner Woche war Sogar die Fußballspieler von Hertha BSC scheinen ihr Zuhause noch lieb zu gewinnen. Am Samstag haben sie sich im Olympiastadion auf einmal so wohl gefühlt, dass sie gleich 6:0 gewannen. Es war der Abschluss einer Berliner Woche des Sports. Erst entscheidet sich Jürgen Klinsmann für Berlin als Quartier während der Fußball-WM 2006, dann erhält Berlin den Zuschlag für die Leichtathletik-WM 2009 und schließlich triumphiert auch noch Hertha BSC. Ein grandioser Dreischritt.

Großindustrie hat die Stadt bisher nicht anziehen können, aber dafür jetzt den großen Sport. Das kann nur ein Zeichen dafür sein, dass Berlin über die Ausstrahlung einer spannenden und international konkurrenzfähigen Metropole verfügt. Trainer und Funktionäre wollen gut sitzen, gut essen und gut schlafen. Das wird Berlin zugetraut – von Bundestrainer Klinsmann wie auch von den Verantwortlichen des Internationalen Leichtathletik-Verbandes Berlin.

Diese Woche ist ein später Trost für viele verpasste Chancen. Die Olympischen Spiele 2000 hatte Berlin nicht bekommen und sich zweimal vergeblich um die Leichtathletik-WM beworben. Alle drei Ergebnisse dieser Berliner Woche hängen auch mit einem Ort zusammen. Es ist das Olympiagelände. Dort wird Klinsmann die Nationalelf 2006 trainieren lassen, dort werden 2009 die besten Leichtathleten sein und dort will Hertha BSC wieder den Anschluss an die Bundesligaspitze schaffen. Seit Berlin sein Olympiagelände saniert hat, kommt der sportliche Erfolg fast wie von selbst.

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