Sport : Paralympics: Aktuelle Meldungen

Vertrag: Der Vertrag zwischen dem Internationalen Paralympics Komitee (IPC) und Athen über die Ausrichtung der 12. Sommerspiele der Behindertensportler 2004 soll im November unterschrieben werden. IPC-Präsident Robert Steadward kündigte in Sydney an, im kommenden Monat nach Griechenland zu reisen, um dort die abschließenden Detailfragen zu klären.

Dreier Drama: Das Drama um das "Dreierteam" bei den Tandem-Wettbewerben der Radsportler geht weiter. Nachdem der sehbehinderte Kieran Modra mit seiner im vierten Monat schwangeren Frau Kerry in der Verfolgung Gold verpasst hatte, kollabierte im Sprint seine Partnerin. Die Australierin wurde ins Krankenhaus eingeliefert, konnte jedoch wieder entlassen werden. Der Grund für den Kollaps war Sauerstoffmangel, da wegen der Schwangerschaft ein Liter Blut mehr als gewöhnlich im Körper zirkuliert.

Rampen-Kosten: Wer im Paralympics-Dorf eine zusätzliche Rampe für Rollstuhlfahrer haben will, wird zur Kasse gebeten. Je 600 Mark mussten für die Installation jeder der angeforderten 40 Rampen gezahlt werden.

Zuschauerrekord: Der Zuschauer-Boom hat den australischen Sender ABC bewogen, die Übertragungen von den Paralympics auszuweiten. Nachdem bei der Eröffnungsfeier über vier von knapp 19 Millionen Australiern zugeschaltet hatten und an den ersten Wettkampftagen mehr als eine Million zuschauten, wurde die Fernseh-Übertragungszeit fast verdoppelt.

Tanzboom: Der absolute Schlager im Paralympics-Dorf ist der Tanzklub. Bis zu 1000 der 4000 Sportler kommen abend für abend zum Abrollen und Abrocken. Für die Paare, die auch danach noch Bedürfnis nach Nähe verspüren, stehen 14 000 Kondome kostenlos zur Verfügung.

Geldregen: Der australische Premierminister John Howard hat angekündigt, dass die australischen Behindertensportler mehr Geld erhalten. Die knapp acht Millionen Mark an staatlichen Zuschüssen seit 1996 würden genauso wie die Unterstützung für die Olympioniken steigen. Dem deutschen Behindertensport-Team war von der Bundesregierung zugesagt worden, dass die Zuschüsse auf dem gleichen Niveau bleiben.

Fairness: Die australische Fairness macht vor eigenen Helden nicht Halt. Einen Tag nach der Niederlage der seit Jahren ungeschlagenen Rollstuhlfahrerin Louise Sauvage war das 800-m-Finale neu angesetzt worden, was die Zeitungen kritisierten. Ein Blatt schrieb, dass eine Kollision zu Anfang den Ausgang des Rennens nicht beeinflusst habe. Die Kanadierin Petitclerc sei zu Unrecht ihrer Goldmedaille beraubt worden.

Führerin: Der blinde Mongole Jambal Lhkagbajaw erhält beim Marathonlauf eine Führerin. Australiens Commonwealth-Champion Heather Turland erklärte sich bereit, das Rennen mit dem Lehrer zu bestreiten. Lhkagabjaw hatte sich zuvor beschwert, dass sein mittels eines Bändchens am Arm mit ihm verbundener Führer zu langsam sei.

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