Paralympics : Stimmen zur "Nacht der Stars"

Prominente aus Politik, Sport und Gesellschaft fanden sich zur großen Paralympics-Gala im Berliner Maritim Hotel ein.

Annette Kögel,Lorenz Vossen

Isa Gräfin von Hardenberg

: „Es beeindruckt mich immer wieder, mit welcher Intensität und Begeisterung sich Behinderte sportlich betätigen. Erfolgserlebnisse helfen den Menschen, ihr Schicksal leichter zu tragen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, ich habe einen autistischen Sohn, und es hat mich damals sehr bewegt, mitzuerleben, wie sehr er sich über Erfolge beim Fahrradfahren gefreut hat. Ich begrüße das Engagement des Förderkreises Behindertensport und unterstütze es von ganzem Herzen.“

Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport: „Wir müssen unsere Scheu verlieren vor Menschen, die eine Einschränkung haben, dass wir normaler mit ihnen umgehen. Wir haben diesbezüglich in Deutschland eine Vorreiterrolle. Aber auch der Sport muss sich weiterentwickeln. Ich differenziere nicht nach körperlichen und geistigen Beschränkungen. Das sollten auch die verantwortlichen Verbände tun. Sie sollten enger zusammenarbeiten, anstatt sich voneinander abzugrenzen.“

Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen: „Ich freue mich darauf, dass der paralympische Sport mit der Galanacht einen eigenen gesellschaftlichen Höhepunkt setzt. Es geht um Sportlerinnen und Sportler, die Vorbild sind für eine Gesellschaft, die Menschlichkeit und selbstbestimmtes Leben an die Stelle von Ausgrenzung und Diskriminierung setzt. Und dass ein bisschen Glamour dazugehört, mit Ballkleidern und Smoking, ist doch ganz klar bei so einem Glanzlicht.“

Peter M. Boehm, kanadischer Botschafter: „Dem Programm der „Nacht der Stars“ nach zu urteilen, wird das eine tolle Gala. Ich halte das für eine gute Möglichkeit, Barrieren abzubauen und freue mich auf viele interessante Leute. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in meinem Heimatland Kanada werden die Paralympischen Spiele ein wichtiger Bestandteil sein. Vancouver ist eine sehr behindertenfreundliche Stadt, vor allem Sledge-Hockey finden wir toll.“

Brigitte Zypries, Justiziarin der SPD-Bundestagsfraktion: „Ich war schon bei den Special Olympics, habe auch die Paralympics verfolgt. Wenn ich Sportler wir Martin Braxenthaler oder Gerd Schönfelder sehe, kann ich nur sagen: Wow! Ich finde die Athleten und ihre Leistungen grandios. Und die Botschaft, die dahinter steckt: Ich lasse mich von meinem Schicksal nicht unterkriegen – und erbringe trotzdem oder gerade deshalb großartige Leistungen. Da kann man sich eine Scheibe abschneiden.“

Johann-Dietrich Wörner, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): „Behindertensport ist Ausdruck eines Gesellschaftsverständnisses, das keine Barrieren zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen kennt. Unser Engagement begreifen wir als Ausdruck einer übergeordneten gesellschaftlichen Verpflichtung. Mich beeindruckt die Stärke und Willenskraft der Sportler. Trotz aller Vorurteile und Schwierigkeiten halten sie an ihren Zielen fest und arbeiten hart für ihren Erfolg. Dadurch werden sie für uns alle zu einem Vorbild.“

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