Positionsgerangel bei den Bayern : Müller? Robben? Es kann nur einen geben

Carsten Eberts
Er läuft wieder, es läuft aber noch nicht. Arjen Robben ist wieder fit, doch überzeugen konnte er gegen Dortmund und Villarreal nicht.Foto: dapd
Er läuft wieder, es läuft aber noch nicht. Arjen Robben ist wieder fit, doch überzeugen konnte er gegen Dortmund und Villarreal...Foto: dapd

München - Die größte Einigkeit beim FC Bayern besteht zwischen den Bossen. Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprechen mit einer Stimme: Gefällt ihnen etwas nicht, geht nicht nur einer mit vehementen Worten an die Öffentlichkeit, sondern alle beide. Am Dienstagabend, nach dem 3:1-Sieg gegen den FC Villarreal, hatte ihnen wieder etwas missfallen. Die Bayern waren zwar gerade ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Ein freudiger Tag? Von wegen! Hoeneß und Rummenigge hatten nämlich genau hingehört: Wie nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund Kritik am Einsatz des gerade genesenen Arjen Robben laut geworden war.

„Es geht mir auf den Sack, dass man so einen Weltklassespieler infrage stellt“, polterte Hoeneß. Auch Rummenigge betonte, die Bayern seien „hochzufrieden“ mit Robben: „Wenn man acht Wochen verletzt ist, braucht man eben zwei Wochen, um wieder in Form zu kommen.“

Nicht wegzudiskutieren war jedoch, dass Robben gegen Villarreal mäßig spielte. Er verstolperte Bälle, blieb ohne Torschuss und wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. Er konnte kaum rechtfertigen, dass Trainer Jupp Heynckes für ihn Thomas Müller auf die Bank beordert hatte. So läuft es bei den Bayern, ob sie wollen oder nicht, vor der Partie am Sonntag in Mainz auf einen Zweikampf zwischen Robben und Müller zu. Bis auf die Position im rechten Mittelfeld scheinen alle Posten vergeben: Toni Kroos spielt in der zentralen Offensive überragend, über links ist Franck Ribéry gesetzt, fürs defensive Mittelfeld taugen weder Müller noch Robben. Müller hatte gegen die Mannschaft aus der Region Valencia laut Heynckes eine „schöpferische Pause“ erhalten. Nach dem Spiel erklärte der Münchner Trainer jedoch: „Thomas Müller ist Thomas Müller. Ein absoluter Stammspieler.“ Schwer zu glauben, dass Heynckes ihn nach diesen Worten erneut auf die Bank setzt. Trifft es doch Robben? Carsten Eberts

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