Problemloser Heimsieg : Alba besiegt Würzburg 88:63

Alba Berlin hat einen guten Start in die finale Saisonphase der Basketball-Bundesliga erwischt. Im Heimspiel gegen Würzburg setzte sich das Team von Trainer Sasa Obradovic souverän durch und wahrte damit die Chance auf Rang vier, der in den Play-offs das Heimrecht garantieren würde.

Jörn Lange

Die Konkurrenz hatte vorgelegt, Alba Berlin zog nach. Nach den Erfolgen der Basketballteams aus Ulm und München mussten auch die Berliner am Samstagabend in der Bundesliga siegen, um die Chancen auf Rang vier zu wahren, der im Play-off-Viertelfinale das Heimrecht garantieren würde. Tatsächlich gewann das Team von Trainer Sasa Obradovic gegen die Baskets Würzburg klar mit 88:63 (44:27) und festigte den fünften Tabellenplatz. Schon vor der Partie hatte Trainer Sasa Obradovic von einem Pflichtsieg gesprochen, dem in den ausstehenden sechs Ligaspielen ein möglichst makelloser Endspurt folgen soll.


Gegen ihren vermeintlichen Angstgegner, der ihnen in der vergangenen Saison ein ernüchterndes Play-off-Aus beigebracht hatte, sorgten die Berliner schon früh für klare Verhältnisse. Im Angriff zeigte sich das Obradovic-Team sehr geduldig – und konnte sich zudem auf Center Deon Thompson verlassen, der im ersten Viertel beinahe nach Belieben punktete. Spätestens als der US-Amerikaner den Ball zur zwischenzeitlichen 13:4-Führung per Dunking durch den Ring schmetterte, hatten Alba auch die 10 955 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof mit ins Spiel gebracht.


Würzburg machte es den Berlinern in Korbnähe oft zu einfach und tat sich zudem im Angriff schwer. Die desolate Trefferquote von lediglich 27 Prozent sprach für sich. Erst nachdem die Alba-Spieler, bei denen Albert Miralles und Derrick Byars aufgrund der Ausländerregelung pausieren mussten, mit einem 8:0-Lauf in den zweiten Durchgang gestartet war, schienen die Unterfranken allmählich aufzuwachen. Doch auch Zonenverteidigung und zunehmende Intensität konnte die Berliner nur zeitweise vor Probleme stellen. Die Gastgeber führten zur Pause bereits deutlich 44:27.


Berlins Aufbauspieler Dashaun Wood agierte über weite Strecken als cleverer Regisseur. Beim Euroleague-Sieg in Malaga am Donnerstag hatte der US-Amerikaner noch gefehlt – wegen eines Magen-Darm-Infekts, wie es offiziell von Klubseite hieß. Ob Wood tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen pausierte, darf zumindest diskutiert werden. Am Dienstag waren der Spielmacher und Coach Sasa Obradovic im Training heftig aneinandergeraten. Nachdem der Serbe den 26-Jährigen vor versammelter Truppe zusammengestaucht hatte, platzte Wood der Kragen; Teamkollegen verhinderten, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Es folgte eine viertelstündige Unterredung in der Trainerkabine. Inzwischen aber scheinen die Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt. Dashaun Wood durfte gegen Würzburg beginnen, und kam auf 28 Minuten Spielzeit und sieben Punkte.


Nach dem Kabinengang erhöhten die Würzburger, die um den Einzug in die Play-offs kämpfen, ihr Engagement. Alba hingegen schien die Kraft auszugehen. Nach dem 51:41 im dritten Viertel schrumpfte der Vorsprung zu Beginn des Schlussdurchgangs auf acht Zähler. Dank Topscorer Deon Thompson (19 Punkte) und guter Freiwurfquote brachten die Berliner den Sieg dennoch souverän über die Bühne. Nihad Djedovic (17) und Zach Morley (11) punkteten ebenfalls zweistellig, bester Würzburger Schütze war Dwayne Anderson mit 15 Zählern. Das nächste Spiel bestreitet Alba am Dienstag in Braunschweig. Jörn Lange

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