Sport : Profibox-Weltmeister Markus Beyer verteidigt Titel

Karlsruhe droht Ausschluss

Der Start der dopingverdächtigen Merlene Ottey könnte für die Organisatoren des Karlsruher Hallenmeetings drastische Folgen haben. "Wir werden über einen Ausschluss des Veranstalters aus unserem Verein diskutieren", kündigte Ludwig Franz, Präsident der German Meetings (GM), an. Die nächste Mitgliederversammlung der Leichtathletik-Veranstaltergemeinschaft findet am Rande der Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen (12./13. Februar) statt. "Wir müssen ein Zeichen setzen", erklärte Franz. "Es ist denkbar, dass wir bei unserer nächsten Vorstandssitzung Anfang März eine Satzungsänderung beschließen, die künftig als Konsequenz den Ausschluss für solche Fälle vorsieht." In einer Pressemitteilung distanzierte sich Franz entschieden von den Karlsruher Organisatoren: "Mit großem Entsetzen haben wir erfahren, dass bei den IHM in Karlsruhe die am 5. Juli 1999 bei einem Meeting in Luzern bei einer Dopingkontrolle positiv getestete Merlene Ottey eingeladen ist." Bei der früheren 200-m-Weltmeisterin war wie im Fall Dieter Baumann eine unerlaubt hohe Konzentration des Muskelaufbaumittels Nandrolon gefunden worden. sid

Beyer verteidigt WM-Titel

Respekt statt Krawall: Beim letzten gemeinsamen Auftritt vor dem morgigen Titelkampf in Riesa (23 Uhr/live bei RTL) schlugen Profibox-Weltmeister Markus Beyer und sein schwedischer Herausforderer Leif Kristian Keiski auf einer Pressekonferenz im sächsischen Sportzentrum moderate Töne an. "Allein sein Kampfrekord mit 28 Siegen und nur einer Niederlage zeigt, dass es kein Spaziergang wird", erklärte Beyer. Der gebürtige Sachse, in bislang 17 Profikämpfen unbesiegt, verteidigt in der mit 6000 Zuschauern bereits ausverkauften Sachsen-Arena zum ersten Mal seinen am 23. Oktober 1999 in Telford/England erkämpften WBC-Titel im Supermittelgewicht. "Für mich ist das ein echtes Heimspiel. Ich werde das Publikum überzeugen", erklärte der 28-jährige Kölner. sid

Centre-Court-Atmosphäre

Der Worldcup der Schwimmer am 5. und 6. Februar in Berlin erlebt bei seiner Premiere in der neuen Halle an der Landsberger Allee eine Centre-Court-Atmosphäre. Das 50-m-Becken der 270 Millionen Mark teuren Anlage wird mit einer Brücke "halbiert", die nicht genutzte Fläche an der Kopfseite mit einer Zusatztribüne versehen. Weitere Zuschauerränge werden auch auf den beiden Längsseiten errichtet. Die Halle wird dann etwa 3000 Besuchern Platz bieten. sid

Spenden für BW Spandau

Noch ist nicht entschieden, wie lange der bankrotte Handball-Zweitligist HC Blau-Weiß Spandau am Spielbetrieb teilnehmen kann. Spenden in Höhe von 1500 Mark ermöglichen dem Klub erst einmal die Fahrt zum morgigen Punktspiel beim Tabellendritten VfL Fredenbeck. Erst in der nächsten Woche wird sich klären, ob BW Spandau die finanziellen Mittel zum Weitermachen aufbringen kann. Ein Darlehen des Landessportbundes Berlin, das der Handball-Verband Berlin treuhänderisch verwaltet, kann nur in Anspruch genommen werden, wenn dafür die erforderlichen Bürgen vorgewiesen werden können.

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