Sport : Rauchzeichen Richtung Ferrari

Schumachers Konkurrenten sehen einen Aufschwung

Karin Sturm

Rauch stieg aus dem BMW-Williams von Ralf Schumacher. Dann rollte der Formel-1-Pilot aufs Gras. Ende mit Schaden. Rauch stieg auch aus dem McLaren-Mercedes von Kimi Räikkönen. Der Finne steuerte sein Fahrzeug neben die Piste. Ebenfalls Ende mit Schaden. Sie konnten sich nicht richtig freuen bei BMW-Williams und McLaren-Mercedes beim Formel-1-Grand-Prix von Malaysia. Wieder Ausfälle, wieder ein Imageschaden. Nur: Der Schaden hält sich in Grenzen. Zwar sagte Mario Theissen, der BMW-Motorsportdirektor: „Dieser Motorschaden kam für uns völlig unerwartet, alle Temperaturen waren im grünen Bereich. Vieles deutet im Moment auf ein fehlerhaftes Bauteil hin.“ Aber er sagte auch: „Malaysia war auf jeden Fall schon einmal ein deutlicher Schritt nach vorn. Wir sind unter Rennbedingungen nicht mehr sehr weit weg von Ferrari.“ Juan Pablo Montoya im BWM-Williams hatte schließlich lange Zeit direkt hinter Michael Schumacher gelegen. „Für die WM sehe ich nicht so schwarz. 2003 waren wir zum Saisonstart auch weit zurück und sind dann trotzdem noch nach vorne gekommen.“

Auch Norbert Haug, der Motorsportchef von Mercedes, sagte: „Generell lief das Wochenende recht vielversprechend, wir waren deutlich näher an Ferrari dran als noch in Melbourne. Und im Rennen konnte Kimi dann ja erst einmal doch sehr gut mitfahren, nur Montoya war wirklich etwas schneller.“ Und David Coulthard belegte immerhin Platz sechs. Doch das ist natürlich nur Schadensbegrenzung: „Wir müssen unser Gesamtpaket noch weiter verbessern. Vor allem die Zuverlässigkeit muss noch besser werden“, sagte Haug.

Und dann verteidigte er auch noch Kimi Räikkönen. Der Pilot hatte nach seinem Ausfall einen Streckenposten weggeschubst, der ihm etwas ungeschickt helfen wollte. „Man muss da einen Fahrer auch verstehen. Der müht sich bei dieser Hitze über 40 Runden lang, liegt recht gut und dann passiert so etwas“, sagte Haug. Räikkönen ist in der Tat eigentlich ein sehr kontrollierter Mann. Und deshalb sagte Haug auch nach dem Rennen beschwichtigend: „Kimi ist ganz sicher niemand, der sich normalerweise mit Streckenposten boxt.“

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