Regionalliga : TeBe bricht auf zu neuen Ufern

Tennis Borussia Berlin steigt in die Regionalliga auf.

Karsten Doneck

Berlin - Das schwarze T-Shirt wurde in Windeseile aus den Kartons gekramt und an einem Stand vor der Haupttribüne feilgeboten. An Kunden fehlte es nicht. Das Kleidungsstück mit der Aufschrift „Aufbruch zu neuen Ufern – TeBe“ kam bei den Fans von Tennis Borussia gut an, nachdem die Mannschaft am Freitagabend mit dem 2:0-Sieg über den LFC Berlin den Sprung in die viertklassige Fußball-Regionalliga geschafft hatte – und das bereits sechs Spieltage vor Schluss. „Es war, den Pokal mitgerechnet, das 33. Spiel in Folge, das meine Mannschaft nicht verloren hat“, rechnete TeBe-Trainer Thomas Herbst stolz vor.

Nun also soll bei TeBe der Aufbruch zu neuen Ufern erfolgen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der nach Abwägung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bewerber für die Regionalliga Lizenzen erteilt, reagierte skeptisch. 1,3 Millionen Euro soll der Etat der Borussen umfassen, 380 000 Euro davon sind aber noch nicht gedeckt. „Für diese Summe stehen wir grade. Das haben wir dem DFB mitgeteilt“, sagte TeBe-Aufsichtsratschef Willy Kausch. Dass ein 1,3-Millionen-Etat für die Regionalliga möglicherweise etwas knapp bemessen ist, glauben die Borussen nicht. „Wir haben uns erkundigt. Der Durchschnitt der Etats aller Regionalligisten in Deutschland liegt bei 1,7 Millionen“, sagt Klubpräsident Mario Weinkauf.

Es gab auch Gerüchte, dass TeBe seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Spielern derzeit nicht nachkomme. „Wir sind mit den Zahlungen gerade mal einen halben Monat im Rückstand“, kontert Kausch. Karsten Doneck

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