Sport : Reimanns zweites Gesicht

Dortmund – Frankfurt 2:0

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Dortmund (Tsp). An sich gilt Willi Reimann unter den Trainern der Bundesliga als ruhig und ausgeglichen. Gestern allerdings, beim Spiel seiner Frankfurter Eintracht in Dortmund, zeigte Reimann ein anderes Gesicht. Der Ausraster des Trainers ereignete sich kurz vor der Pause. Frankfurts Abwehrspieler Henning Bürger hatte GelbRot gesehen, nach zwei Fouls binnen zwei Minuten am Dortmunder Koller. Reimann war damit überhaupt nicht einverstanden: Er attackierte den vierten Unparteiischen an der Seitenlinie, schubste den verdutzen Herrn vor sich her. Schiedsrichter Hermann Albrecht aus Kaufbeuren schickte Reimann daraufhin auf die Tribüne, von dort aus sah der Trainer dann den souveränen Dortmunder 2:0 (1:0)-Erfolg gegen sein Team.

War Reimann unzufrieden, so war Matthias Sammer zufrieden. So zufrieden, wie seit langer Zeit nicht. „Man hat gesehen, dass meine Mannschaft auch Fußball spielen kann. Es war von der ersten Minute an ein überzeugendes Spiel“, sagte er. Sammer wäre aber nicht Sammer, wenn er nicht doch eine Kleinigkeit moniert hätte. Es sei aber auch ein Spiel gewesen, sagte der Coach, „in dem zu wenig Tore gefallen sind“. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen zeigte Dortmund gegen Frankfurt aufsteigende Form. Vor 80 500 Zuschauern im Westfalenstadion sorgten Ewerthon und Jan Koller mit ihren Toren für den achten Heimsieg der Borussia, der wohl für Reimann nach seinem Ausraster noch ein Nachspiel haben dürfte.

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