Revierderby : Polizei erwartet gewaltbereite Fans

Den Anhängern von Borussia Dortmund und Schalke 04 droht bei Derby-Randale künftig der Ausschluss auf der Gästetribüne. Der DFB hat jetzt noch einen draufgesetzt. Die Polizei erwartet ungeachtet der Drohungen und Appelle 1000 gewaltbereite Anhänger.

Die Polizei erwartet zum Revierderby am Dienstag (20.00 Uhr) rund 1000 gewaltbereite Fußball-Anhänger, je 500 von Borussia Dortmund und Schalke 04. Polizei und Bundespolizei wollen zusammen 3000 Beamte einsetzen, um die Fangruppen schon bei der Anreise zu trennen. Der BVB setzt zudem 1000 Ordner ein. Es wird einer der größten Sicherheitseinsätze überhaupt bei einem Fußballspiel in Nordrhein-Westfalen.

Vier Tage vor dem 144. Derby haben die Vereine und die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP) einen eindringlichen Appell an die Fans gerichtet. „Distanzieren Sie sich von den Krawallmachern und von allen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Niemand will erneut die Bilder sehen, wie wir sie alle noch vor Augen haben: verletzte Zuschauer, verletzte Polizisten, zerstörte Sicherheitsabtrennungen, als Wurfgeschoss benutzte Pyros, gewalttätige Auseinandersetzungen mitten in der Innenstadt“, hieß es. Unterschrieben ist die Erklärung von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies und dem Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert.

Im Vorfeld des Spiel hat die Polizei 90 besonders auffällig gewordene Anhänger mit einem Betretungsverbot der Stadt und Meldeauflagen belegt. Die Betroffenen waren bei Randale und Gewalttaten bei den vergangenen Derbys und der Schlägerei vor dem Freundschaftsspiel Köln - Schalke im Januar beteiligt. Dabei hatten auch BVB-Anhänger mitgemischt. 400 Fans unterliegen zudem einem Stadionverbot.

Die Fans stehen unter Bewährung. Die Vereine haben angedroht, bei erneuter Randale beim Derby Gäste-Fans künftig auszuschließen. Zudem hat das DFB-Sportgericht den BVB-Anhängern gedroht: Sollte es in den kommenden sieben Monate erneut Randale geben, werde die Südtribüne, die Stehtribüne der eingefleischten BVB-Fans, für ein Spiel gesperrt.

Das Sportgericht hatte damit auf Ausschreitungen von BVB-Fans in dieser Saison in Gelsenkirchen und Hamburg sowie beim Heimspiel gegen München reagiert. Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange sagte dazu: „Die Fans sind gut beraten, unser Konzept zu verfolgen.“ (dpa)

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