Sport : Roddick wieder im Finale

Amerikaner spielt heute gegen Favorit Federer

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London Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz und der US–Amerikaner Andy Roddick bestreiten wie im vergangenem Jahr das Endspiel bei den Herren in Wimbledon. Roddick gewann am Sonnabend nach vier Sätzen 6:7 (6:8), 6:2, 7:6 (12:10), 7:6 (7:5) gegen den Schweden Thomas Johansson und folgte damit Roger Federer, der bereits am Freitag den Australier Lleyton Hewitt in drei Sätzen bezwungen hatte, ins Endspiel des berühmten Tennisturniers von London. Die Partie zwischen Roddick und Johansson war am Freitag wegen Regens kurz vor Ende des ersten Satzes abgebrochen worden.

Roddick verpasste bei der Fortsetzung den Gewinn des ersten Durchgangs, als er eine 6:4-Führung im Tiebreak noch verspielte. Im zweiten Satz lag der US-Open-Sieger von 2003 aber schnell 4:0 in Führung. Johansson fing sich jedoch wieder. Der Australian-Open-Gewinner von 2002, der mit dem Einzug in das Wimbledon-Halbfinale einen der größten Erfolge seiner Karriere schaffte, konnte seinerseits aber im Tiebreak des dritten Durchganges drei Satzbälle nicht nutzen. Die Entscheidung fiel im ebenfalls umkämpften vierten Satz, als im Tiebreak ein Return von Roddick von der Netzkante unerreichbar ins Feld fiel und der Favorit danach seinen ersten Matchball mit einem Ass nutzte.

Gegen Roger Federer ist Andy Roddick nach der Vier-Satz-Niederlage vor einem Jahr allerdings nur Außenseiter. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz hat acht der bisher neun Vergleiche gewonnen und ist seit vier Spielen gegen Roddick ohne Niederlage. Zudem hat Roger Federer schon seit über zwei Jahren auf Rasen kein einziges Match mehr verloren.

Den Titel im Herren-Doppel von Wimbledon holten sich gestern überraschend der Australier Stephen Huss und der Südafrikaner Wesley Moodie. Das ungesetzte Duo gewann im Finale 7:6 (7:4), 6:3, 6:7 (2:7), 6:3 gegen die US-amerikanischen Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan, die an Nummer zwei gesetzt waren. Für den Erfolg gab es für Huss und Moodie ein Preisgeld von umgerechnet 330 000 Euro.

Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn und Martina Navratilova aus den USA haben gestern in Wimbledon das Finale im Damen-Doppel verpasst. Grönefeld und der 48 Jahre alte Tennisstar Navratilova verloren am Samstag 4:6, 4:6 gegen Swetlana Kusnezowa aus Russland und die Französin Amelie Mauresmo. Die Amerikanerin Martina Navratilova muss nun hoffen, ihren angestrebten 21. Wimbledon-Titel im Mixed zu holen. Damit wäre sie alleinige Rekordhalterin beim Turnier von London. Bisher muss sich Navratilova die Bestmarke mit Billie Jean King aus den USA teilen. dpa

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