Sport : Roßkopf geht in der "WM-Sauna" schon im zweiten Einzelspiel k. o.

In der "Sauna von Eindhoven" sind Jörg Roßkopfs Hoffnungen bei der Tischtennis-WM auf möglichst viel Spielpraxis und zugleich das Team des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) stark zusammengeschmolzen. Bei schweißtreibenden Temperaturen mußte Roßkopf bei seinem Einzel-Comeback schon im zweiten Match die Segel streichen, so dass am frühen Abend des dritten WM-Tages nur noch ein Herren-Trio und zwei Damen im Einzel im Rennen waren. In den Doppel-Konkurrenzen erreichten lediglich die Ex-Weltmeister Roßkopf/Steffen Fetzner und Timo Boll/Nicole Struse im Mixed die Achtelfinals.

In der unerwartet hohen Gesamtzahl von elf Ausfällen am Mittwoch waren auch die Erstrunden-Knockouts von Peter Franz, der nun um sein Olympiaticket zittern muss, sowie das Zweitrunden-Aus von Ex-Europameisterin Nicole Struse, Doppel-Europameisterin Elke Schall und Rekord-Nationalspielerin Olga Nemes enthalten. Franz, Nemes und Schall erhöhten die Zahl der deutschen WM-"Touristen" auf fünf.

Roßkopf gestaltete nur sein erstes Einzel nach vier Monaten Verletzungspause erfolgreich und siegte gegen Bohumil Vozicky (Tschechien) 3:1. Danach unterlag er dem Russen Dmitrij Masunow trotz 2:0-Führung noch 2:3. "Ich hätte gerne mehr Spiele gemacht. Aber Masunow hat meine Einschränkungen gut ausgenutzt. Insgesamt war das Turnier für mich im Rahmen der Möglichkeiten in Ordnung", bilanzierte der Düsseldorfer. Immerhin erreichte Roßkopf mit Fetzner (Grenzau) das Achtelfinale im Doppel. Im Gegensatz zu Roßkopf steht Timo Boll (Gönnern) in der dritten Runde. Bei den Damen erreichten nur Jing Tian-Zörner (Bad Driburg) als Nummer vier der Weltrangliste und die auf Platz elf geführte Kroppacherin Jie Schöpp Runde drei. Im Mixed sind Boll/Struse (Montpellier) das letzte DTTB-Paar in der Runde der besten 16. Für die größte Enttäuschung sorgte Peter Franz. Er unterlag dem Taiwanesen Chuan Chi-Yuan 1:3 und hat nur noch geringe Chancen auf die Direktqualifikation für Sydney 2000. "Das Ziel war eindeutig die Fahrkarte zu den Spielen, deswegen bin ich auch nicht zufrieden. Wenn das noch klappen soll, müssen schon einige meiner Konkurrenten auch sehr früh verlieren", meinte Franz.

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