Saison-Finale : Hertha in Hamburg: Das erste von fünf Endspielen

Das nächste Spitzenspiel wird zeigen, was für Hertha BSC drin ist – Steve von Bergen ersetzt erneut Arne Friedrich.

Sven Goldmann
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Vorwärtsdrang. Herthas van Bergen (links) setzt sich so langsam durch.

Maximilian Nicu sagt, dass es „nur noch Endspiele gibt“, für Josip Simunic ist ab sofort „jedes Spiel ein Schlüsselspiel“, das erste für Hertha BSC steigt am Sonntag in Hamburg. Aber was ist dieses Duell schon gegen das, was Steve von Bergen erlebt hat? Vor bald drei Jahren im Basler St. Jakob-Park, am letzten Spieltag der Schweizer Meisterschaft.

Am 13. Mai 2006 trug von Bergen das Trikot des FC Zürich, und sein Trainer hieß damals wie heute in Berlin Lucien Favre. Ein Sieg musste her beim großen Favoriten FC Basel. Bis eine Viertelstunde vor Schluss führte Zürich 1:0, doch dann schoss Mladen Petric das Tor zum Basler Ausgleich. Jener Petric, der jetzt höchst erfolgreich für Herthas sonntäglichen Gegner HSV spielt. Nach diesem Ausgleich spielte nur noch Basel, aber das entscheidende Tor schossen die Züricher, in der dritten Minute der Verlängerung. Meistertrainer Favre erzählte später, Basel hätte „2:1, 3:1 oder 4:1 gewinnen können“, denn Zürich hatte bis auf das späte Siegtor keine einzige Torchance mehr. Das erinnert verdächtig an die jüngsten Hertha- Spiele, die auch selten eine drückende Berliner Überlegenheit widerspiegelten.

Ein Wink aus der Züricher Vergangenheit für eine erfolgreiche Berliner Zukunft? „Die Schweizer Liga und die Bundesliga kannst du schlecht vergleichen“, sagt von Bergen, „in Zürich hatten wir nur Basel als ernstzunehmenden Gegner, in der Bundesliga aber können noch fünf Mannschaften Meister werden, das ist eine ganz spezielle Situation.“ Von Bergen wird in Hamburg auf jeden Fall mit dabei sein. Zum einen ist Arne Friedrich immer noch nicht fit, zum anderen hat ihn von Bergen zuletzt bestens vertreten. Mladen Petric dürfte am Sonntag übrigens kein Tor schießen. Der Hamburger muss beim ersten der vielen End- und Schlüsselspiele wegen einer Fleischwunde am Schienbein zuschauen.

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