Sport : Schumacher zufrieden mit Toyota

Karin Sturm

Barcelona – Ralf Schumacher erschien ganz in Weiß. Es ging nicht anders. Schließlich ist der Formel-1-Pilot noch offiziell bis Jahresende bei BMW-Williams unter Vertrag. Er darf zwar schon für sein neues Team Toyota arbeiten, aber die Japaner wären wenig erfreut gewesen, wenn ihr neuer Angestellter ausgerechnet bei einem offiziellen Toyota-Auftritt mit den Werbelogos des Konkurrenten BWM-Williams aufgetreten wäre. Also trug Ralf Schumacher in Barcelona, ganz neutral, einen weißen Overall.

In Barcelona testete Ralf Schumacher sein neues Fahrzeug, und bei Toyota scheint er sich wohl zu fühlen. Jedenfalls wirkte er gelöst. Dazu passt natürlich, dass die ersten Testergebnisse gut waren. Schumacher erreichte die zweitschnellste Rundenzeit. In Barcelona testeten mehrere Teams ihre Fahrzeuge. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Wir Fahrer, Jarno Trulli und ich, passen gut rein. Die Atmosphäre im Team ist sehr gut.“ Vergleiche mit BMW-Williams lehnt er allerdings ab. Nur einen Satz sagt er: „Das war schon bei den Verhandlungen eine ganz andere Sache.“

Lieber redete er über das neue Auto. „Ich bin vom technischen Paket positiv überrascht. Ich habe aufgrund der Ergebnisse von 2004 viel Schlimmeres erwartet. Das Auto liegt sehr gut.“ Freilich: Direkte Vergleiche mit den Konkurrenten sind schwer. Einige Autos hatten noch die alte Aerodynamik und Reifen von 2004, andere Teams benützen schon Reifen, die auf das Reglement von 2005 ausgelegt sind. Die müssen im nächsten Jahr die ganze Renndistanz überstehen. Klar ist aber: Aerodynamik und Chassis müssen bei Toyota besser werden.

Dafür ist Technikchef Mike Gascoyne zuständig. Auch der verbreitet Zuversicht: „Ralf kann einem Team sehr viel technisches Feedback geben. Jetzt müssen wir ihm nur noch ein gutes Auto für 2005 hinstellen.“

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