Schwimm-EM : Hausding und Feck springen zu Silber

Patrick Hausdings Triumphzug in seiner Heimhalle geht weiter. Auch in seinem vierten Wettkampf bei der Schwimm-Europameisterschaft holte der 25-Jährige eine Medaille.

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Patrick Hausdings Triumphzug in seiner Heimhalle geht weiter.
Patrick Hausdings Triumphzug in seiner Heimhalle geht weiter.Foto: dpa

Nach dreimal Gold gewann Hausding mit dem Leipziger Stephan Feck am Freitag Silber im Synchronspringen vom Dreimeterbrett. „Immer nur Gold ist ja langweilig“, sagte Hausding. „Wir sind mit Silber superzufrieden.“ In einem spannenden Wettkampf sah es allerdings lange so aus, als müsste das deutsche Duo um eine Medaille bangen, bis zum fünften von sechs Versuchen lagen Hausding und Feck im Finale auf dem vierten Rang.

Dann allerdings verpatzten die Briten Christopher Mears und Jack Laugher ihren Sprung völlig und fielen zurück, eine Medaille war den beiden Deutschen sicher. Hausding und Feck zeigten zum Abschluss zwei fehlerfreie Sprünge, die Titelverteidiger und Weltmeister Ilja Sacharow und Jewgeni Kusnezow aus Russland waren allerdings nicht zu schlagen. Bronze ging an Alexander Gorschkowozow und Illja Kwascha aus der Ukraine. „Wir waren alle sehr eng beisammen, deswegen fühlt sich die Medaille sehr golden an“, sagte Feck.

Nach ihrem letzten Sprung klatschen sich Hausding und Feck ab und verneigten sich vor den Zuschauern in der erneut gut besuchten Schwimm- und Sprunghalle am Europasportpark. Sollte Hausding auch noch am heutigen Samstag im Einzel vom Turm eine Medaille gewinnen, würde er seinen eigenen Rekord von der EM 2010 einstellen. „Das ist die unwahrscheinlichste Medaillenchance für mich“, sagte Hausding, der sich „in Lauerstellung“ sieht. „Ich habe mich auf den Turm praktisch überhaupt nicht vorbereitet. Aber wenn die Konkurrenz wegen meiner vier Medaillen Angst vor mir hat, kann ich weiter vorne landen.“ Vor vier Jahren hatte Hausding als bislang einziger Wasserspringer der Berliner in allen fünf Disziplinen bei einer Europameisterschaft auf dem Podest gestanden.

Zuvor war die Erfolgsserie der deutschen Wasserspringer bei dieser EM am Freitagnachmittag gerissen. Im siebten Sprung-Wettkampf blieb die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbands nach zuvor sechs Medaillen in sechs Disziplinen ohne Podestplatz. Im Einzel vom Turm wurde Maria Kurjo Fünfte, Kieu Duong kam auf den siebten Platz. „Eine Medaille wäre natürlich schön gewesen“, sagte Kurjo. „Aber man hat eben keine Garantie darauf.“

Es sei denn, man heißt Patrick Hausding.

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