SCHWIMM-WM : Angela Maurer gewinnt Gold über 25 Kilometer

Gold für Angela Maurer über 25 Kilometer, Enttäuschung bei den Wasserspringern: Einen Tag vor Beginn der Beckenwettbewerbe schwankte das deutsche Team am Samstag bei der Schwimm-WM in Rom zwischen Jubel und Frust.

Mit blauer Lippe kletterte die Mainzerin Maurer am Lido di Ostia als Weltmeisterin an Land: „Ich bin schon nach zwei Runden getreten worden“, sagte die 33 Jahre alte Langstrecklerin. Die Schmerzen machten ihr aber nichts aus. „Ich bin nicht mehr die Jüngste, ich genieße es“, sagte sie nach 5:47:48,0 Stunden Kampf im Mittelmeer. Das größte Kompliment kam von Doppel-Weltmeister Thomas Lurz: „Angela ist einfach spitze, ein grandioser Erfolg.“ Hohe Wellen und starke Brandung machten den Langstreckenschwimmern zu schaffen. „Das waren die härtesten 25 Kilometer, die ich je geschwommen bin“, sagte Maurer, nachdem sie im Spurt über die letzten 500 Meter die Russin Anna Uwarowa und Frederica Vitale aus Italien in die Schranken verwiesen hatte.

Die Negativserie der deutschen Wasserspringer setzte sich auch im letzten WM-Wettbewerb fort: Um die Winzigkeit von 0,84 Punkten verpassten die Olympia-Zweiten Sascha Klein (Aachen) und Patrick Hausding (Berlin) im Synchron-Wettbewerb vom Turm als Vierte die erwartete Medaille. Damit blieben die Springer erstmals seit der Wiedervereinigung ohne Medaille bei einem internationalen Großereignis. Die Titelverteidiger und Olympiasieger Huo Liang/Lin Yue aus China dominierten den Wettbewerb mit 482,58 Punkten. Hätte nur ein Punktrichter Klein/Hausding (455,76) einen halben Wertungszähler mehr gegeben, wären die Europameister auf Platz zwei gesprungen. „Das ist schon extrem hart“, sagte Klein. Hausding: „Das war tragisch. Es ist nicht so, dass wir eine total schlechte Leistung gebracht haben.“ Die deutschen Wasserballerinnen unterlagen in der Zwischenrunde Kanada mit 7:13 und spielen nur noch um die Plätze 9 bis 12.dpa

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