Sechstagerennen : Auch in Zukunft sportlich

Anke Myrrhe wünscht sich eine gute Mischung beim Sechstagerennen

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Voll war es in der Halle. Jeden Tag. 75 000 Menschen insgesamt kamen auch in diesem Jahr zum Sechstagerennen, das in der Nacht zum Mittwoch vor ausverkauftem Haus zu Ende ging. Weder Wetter- noch S-Bahn-Chaos konnten die Berliner davon abhalten, ebenso zahlreich wie im Jahr zuvor ins Velodrom zu pilgern. Viele Karten wurden dafür zwar verschenkt, der positive Eindruck überwiegt dennoch.

Während die Sechstagerennen in Deutschland anscheinend zu einer aussterbenden Art der Sportveranstaltungen zählten, stellen sich die Berliner diesem Trend entgegen. Und das nicht nur im Velodrom. Sechstagerennen-Geschäftsführer Heinz Seesing verhandelt bereits mit Leipzig und Hannover. Größenwahn? Das wird die Zukunft zeigen. Für Berlin bleibt zunächst festzuhalten, dass es Seesing auch in Zeiten der Wirtschaftskrise gelungen ist, das Rennen im gewohnten Rahmen durchzuführen. Die nötigen Einsparungen gingen nicht auf Kosten der sportlichen Qualität; bis auf Bruno Risi, mit dem es keine finanzielle Einigung gab, kreisten alle Größen der Szene über die Berliner Holzbahn. Das spannende Finale zwischen den amtierenden Welt- und Europameistern machte Lust auch auf das 100. Sechstagerennen im nächsten Jahr.

So sollte es auch in Zukunft sein. Denn trotz der wichtigen Rahmenunterhaltung, die mit dazu beiträgt, die Halle zu füllen, sollte der Sport beim ältesten Sechstagerennen Europas weiter im Mittelpunkt stehen. Sonst verliert es irgendwann seinen eigentlichen Sinn.

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