Sport : Seht her Ringer, so wird das gemacht

Der Moderne Fünfkampf erfindet sich wieder neu.

Palm Springs - Die Modernen Fünfkämpfer werden immer moderner. Auch in diesem Jahr müssen sich die Athleten an veränderte Regeln gewöhnen. „Unser neues Wettkampfformat und die anderen Initiativen werden überzeugen“, versprach Klaus Schormann, Präsident des Weltverbandes UIPM, vor dem ersten Weltcup von Mittwoch bis Sonntag in Palm Springs. Der sportpolitische Erfolg in der Vorwoche, als das IOC Ringen und nicht den Modernen Fünfkampf vorerst aus dem olympischen Programm strich, hat ihn in Jubelstimmung versetzt: „Wir werden mit unserem Sport weitere Meilensteine setzen.“ Zunächst sind aber kleinere Schritte vorgesehen.

Das Combined, das als letzte Disziplin Geländelauf und Schießen ähnlich wie beim Biathlon vereint, umfasst zukünftig vier Laufrunden à 800 Meter und vier Schießeinlagen. Bisher waren es drei Serien am Schießstand und drei Laufrunden über jeweils 1000 Meter. „Wir haben das bei Kaderwettkämpfen schon getestet. Das ist eine Kopfsache und dürfte nicht so ausschlaggebend sein“, urteilte Bundestrainerin Kim Raisner über die neue Wettkampfregel.

Eine signifikante Änderung gibt es beim Reiten. Jeder Abwurf wird mit 40 Strafpunkten belegt. Bisher waren es 20. Vier Verweigerungen oder zwei Stürze führen zur Disqualifikation. „Die Wertigkeit des Reitens erhöht sich deutlich“, stellte Raisner fest. Ihre beste Athletin, Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn, fehlt beim Weltcup-Start, steigt aber im April in den Weltcup-Zyklus ein.

Kernstück des von UIPM-Chef Schormann entwickelten Konzepts „Pentathlon Stadium“ ist ein neuer Modus im Fechten. Vorerst bleibt es auf der Fechtbahn aber beim Kampf jeder gegen jeden. Spätestens bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sollen alle Disziplinen in einem fünfstündigen Wettbewerb in einem Stadion mit integriertem Pool ausgetragen werden. Das wäre dann der endgültige Anschluss an die Moderne. dpa

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