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Seit neun Spielen ohne Sieg : Stefan Effenberg will um seinen Job kämpfen

Stefan Effenberg hat mit dem SC Paderborn die nächste Niederlage einstecken müssen. Oben in der Tabelle gewinnt der FC St. Pauli das emotionale Duell gegen Spitzenreiter RB Leipzig. Fürth holt drei Punkte in Frankfurt.

Wieder nichts: Paderborns Trainer Stefan Effenberg beim Spiel gegen Kaiserslautern.
Wieder nichts: Paderborns Trainer Stefan Effenberg beim Spiel gegen Kaiserslautern.Foto: dpa

SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern 0:4 (0:2)

Für Trainer Stefan Effenberg verschärft sich die Lage beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Am Freitag unterlagen die Ostwestfalen im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:4 (0:2) und stecken nach dem neunten Liga-Match in Serie ohne Sieg weiter tief im Abstiegskampf. Vor 9653 Zuschauern trat Paderborn lange mit hohem Engagement auf, nutzte aber seine Chancen nicht. FCK-Keeper Marius Müller parierte die guten Möglichkeiten von Moritz Stoppelkamp (51. Minute) und Niclas Helenius (51./61.). Kaiserslautern war effektiver: Stipe Vucur (22./77.), Ruben Jenssen (35.) und Mateusz Klich (56.) erzielten die Tore zum FCK-Sieg.

Effenberg will um seinen Arbeitsplatz als Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 kämpfen und geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Bis auf vielleicht ein, zwei Aktionen war das sehr schmerzvoll. So hast Du im Profifußball keine Chance“, sagte der frühere Nationalspieler nach der 0:4-Niederlage am Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Effenberg kündigte an, möglichst schnell mit Club-Boss Wilfried Finke Kontakt aufnehmen zu wollen. „Ich werde spätestens morgen früh mit dem Präsidenten reden“, sagte Effenberg am Freitagabend. Finke weilte auf Mallorca und hatte das Match nicht im Paderborner Stadion verfolgt.

Einen Rücktritt schloss Effenberg derweil aus. „Ich bin davon überzeugt, auch nach so einem Spiel“, antwortete der Trainer im TV-Sender „Sky“ auf die Frage, ob er das Ruder noch herumreißen könne. Er betonte allerdings, dass er die Niederlage erstmal sacken lassen wolle: „Das hängt in den Klamotten drin.“

Durch die hohe Pleite hat sich die Lage für die Ostwestfalen und ihren Coach extrem verschärft. Die Paderborner, bei denen Effenberg im vergangenen Herbst sein erstes Trainer-Engagement im Profifußball angetreten hatte, sind seit nunmehr neun Liga-Spielen ohne Sieg und stecken weiter tief im Abstiegskampf. Am Sonntag droht der Sturz auf den 17. Tabellenplatz..

FC St. Pauli - RB Leipzig 1:0 (1:0)

Der FC St. Pauli hat den Aufstiegsfavoriten RB Leipzig in der 2. Fußball-Bundesliga bezwungen. Im  hochklassigen Top-Spiel setzten sich die Hanseaten am Freitagabend am Ende verdient mit 1:0 (1:0) durch und brachten dem souveränen Spitzenreiter die erste Auswärtsniederlage dieser Saison bei. Vor 29 546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion erzielte Marc Rzatkowski in der 8. Minute das umjubelte Siegtor für den Kiezclub, der nach Punkten vorerst zum drittplatzierten 1. FC Nürnberg aufschließen konnte. Die Leipziger Tabellenführung ist trotz des Rückschlags in Hamburg weiterhin komfortabel.

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther Fürth 1:2 (0:2)

Die SpVgg Greuther Fürth hat mit einem 2:1 (2:0) beim FSV Frankfurt einen großen Schritt aus der Gefahrenzone der 2. Fußball-Bundesliga gemacht. Sebastian Freis sicherte den Franken am Freitagabend mit zwei Treffern in der 12. und 30. Minute drei wichtige Punkte und den Sprung auf Rang neun. Ein dritter Treffer des Stürmers (14.) wurde zu Unrecht nicht anerkannt. Vor 4127 Zuschauern gelang Dani Schahin (49.) für die heimschwachen Hessen nur noch der Anschluss. Frankfurt bleibt mit 23 Zählern im unteren Tabellendrittel hängen. In einer Partie auf schwachem Niveau waren die Gäste effizienter im Ausnutzen gegnerischer Fehler. (dpa)

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