Sport : Sensation verpasst

Hoffenheim dominiert in Dortmund, verliert aber 1:3

Felix Meininghaus

Dortmund - Der Weg zurück ins internationale Geschäft sieht bei Borussia Dortmund drei Stufen vor: Zuerst zwei Siege im Viertel- und Halbfinale des DFB-Pokals und dann in Berlin auf Bayern München treffen, das bereits für die Champions League qualifiziert ist. Gestern hat der BVB den ersten Schritt getan: Die Mannschaft von Trainer Thomas Doll schlug Zweitligist 1899 Hoffenheim vor 55 400 Zuschauern im heimischen Stadion 3:1 (2:1) und steht damit zum ersten Mal seit 19 Jahren im Pokal-Halbfinale.

Leicht war es nicht. Der Zweitligist war über weite Strecken reifer, Dortmunds Versuche wirkten vergleichsweise hölzern. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, das Eckenverhältnis von 11:3 sprach ebenfalls für Hoffenheim. Dennoch konnte Trainer Ralf Rangnick nicht ganz zufrieden sein: „Wir hätten hier eine echte Chance auf die Sensation gehabt, wenn wir 90 Minuten sehr gut gespielt hätten. Das haben wir nicht geschafft.“

Auch der BVB hatte manche Schwächephase, doch mit einem Doppelschlag setzte er sich vorentscheidend ab: In der 20. Minute traf Giovanni Federico mit einem 20-Meter-Schuss in den Winkel, drei Minuten später war Tinga nach einem Eckball zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Sicher durfte sich der BVB allerdings nicht fühlen, denn Hoffenheim kombinierte weiterhin ansprechend. „Die spielen einen richtig guten Fußball“, lobte Doll.

Der Anschlusstreffer allerdings resultierte aus einem plumpen Täuschungsmanöver von Demba Ba, der im Strafraum theatralisch zu Boden ging. Francisco Copado verwandelte den ungerechtfertigten Elfmeter zum 1:2. Die Hoffenheimer schöpften neuen Mut, der allerdings nicht lange anhielt. Kurz nach der Pause erhöhte Mladen Petric nach Freistoß von Alexander Frei auf 3:1. Es war die Entscheidung in einer Partie, in der die Gäste die spielerischen Akzente setzten. Was fehlte, war „der letzte Punch“, wie Rangnick bemängelte. Felix Meininghaus

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