Sport : Sicher unten

Borussia Mönchengladbach festigt mit dem 1:2 gegen den Hamburger SV den letzten Tabellenplatz

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Einsam jammern. Gladbachs Marco Reus weiß auch nicht mehr weiter. Foto: Reuters
Einsam jammern. Gladbachs Marco Reus weiß auch nicht mehr weiter. Foto: ReutersFoto: REUTERS

Ihre Androhung hatten Mönchengladbachs Ultra-Fans wahr gemacht. Zum letzten Vorrundenspiel gegen den Hamburger SV ließen die Radikal-Anhänger ihren Block 18 A aus Protest über die jammervolle Hinserie der Niederrheinischen verwaist. Lieber bereiteten sie sich auf den Besuch der heutigen Viertliga-Partie von Gladbachs Handballern gegen den Turnerbund Wülfrath vor – nicht ohne vorher auf unzähligen Transparenten ihre vor Frust triefende Weihnachtspost niederzuschreiben und im leeren Block 18 A aufhängen zu lassen.

Das triste Niveau der schriftlichen Botschaften entsprach dem, was das Publikum im Borussia-Park speziell in der ersten und insbesondere von den Gästen nicht geboten bekam. Am Ende gewann der HSV trotzdem mit 2:1 (0:0) - ein Sieg, den die Mannschaft von Armin Veh zumindest nach ihrer fast schon unverschämt schwachen ersten Halbzeit nicht verdient hatte. Dabei tat sich der HSV dieses Mal nicht nur bei der Arbeit auf des Gegners Platz schwer, sondern auch schon mit der Anreise dorthin. Wegen des wüsten Winterwetters bekam der Hamburger Tross am Donnerstag den geplanten Flug nach Düsseldorf gestrichen, der daraufhin angepeilte Ausweich-Airport in Köln war gesperrt - nach einer Not-Übernachtung nahe Münster reiste er erst gestern nach Mönchengladbach.

Die vorweihnachtliche Odyssee hing dem Liga-Neunten beim Tabellenletzten offensichtlich noch so sehr nach, dass die Hamburger eine regelrecht peinliche erste Hälfte hinlegten. Wegen ihrer vielen verletzten Spieler konnten sich beide Krisen-Klubs gegenseitig bemitleiden. Vor allem die Gladbacher hatten dazu aber keine Lust und sammelten bis zur Pause eine Handvoll ordentlicher Chancen, die beste vergab schon in der vierten Minute Igor de Camargo.

Das schlechte Gewissen über den ersten Durchgang plagte die Veh-Elf offensichtlich so sehr, dass sie nur 51 Sekunden nach Wiederbeginn durch den vor der Pause völlig untergetauchten Eljero Elia in Führung gingen. Die Borussia aber bewies ungewohnte Standhaftigkeit: Bereits in der 48. Minute köpfte de Camargo nach einer Flanke von Michael Bradley den Ausgleich.

Doch das Remis war dem abgeschlagenen Schlusslicht aus Mönchengladbach zu wenig: In der 70. Minute rettete Rost in höchster Not gegen Marx - eine Tat, die seinem Team den Weg zu einem der selten gewordenen Auswärtssiege ebnete: Nur zwei Minuten später fand ein Freistoß von Piotr Trochowski unbeabsichtigt den direkten Weg ins Tor - und Gladbach war auf Platz 18 fest zementiert.

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