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Sieg gegen Celtic in der Champions League : Fluppt mit Jupp (Heynckes) bei den Bayern

Ein ganz lockeres 3:0 gegen Celtic Glasgow in der Champions League: Die Bayern gewinnen auch das zweite Spiel mit ihrem neuen Trainer Jupp Heynckes.

Jubeln ist wieder Alltagsgeschäft. Torschütze Joshua Kimmich (l) und Robert Lewandowski.
Jubeln ist wieder Alltagsgeschäft. Torschütze Joshua Kimmich (l) und Robert Lewandowski.Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Bilanz ist weiterhin blendend. Der FC Bayern München hat auch das zweite Spiel unter seinem neuen, alten Trainer Jupp Heynckes souverän gewonnen. Der Deutsche Meister siegte im dritten Gruppenspiel der Champions League 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow. Wie gut die Bayern in dieser Saison sind, darüber aber kann dieses Spiel genauso wenig Aufschluss geben wie der lockere 5:0-Erfolg bei Heynckes’ Comeback am Wochenende in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg. Auch Celtic war kein ernstzunehmender Gegner.

Heynckes selbst sagte nach dem Spiel auf "Sky": "Über weite Strecken haben wir ein gutes Spiel gemacht und hätten noch mehr Tore erzielen müssen." Er spüre, "dass die Mannschaft sehr motiviert ist".

Und in der Tag, was bereits deutlich zu erkennen war: Heynckes, seit gestern Abend mit 72 Jahren der älteste Trainer in der Geschichte der Champions League, hat der Mannschaft Arbeitsethos und Spielfreude zurückgebracht. Gegen Celtic bestimmten die Münchner von Beginn an das Geschehen. Die Gäste kamen nur sporadisch aus der eigenen Hälfte; vielversprechende Ansätze zu Kontern spielten sie nicht entschlossen zu Ende, so dass Torhüter Sven Ulreich in der ersten Hälfte kein einziges Mal eingreifen musste.

Schon nach fünf Minuten schien alles den bajuwarischen Gang zu gehen. Robert Lewandowski brachte den Ball von der Grundlinie in die Mitte, Thiago vollendete zur vermeintlichen Führung. Doch der Treffer zählte nicht, weil der Torrichter den Ball schon im Aus gesehen haben wollte – eine Fehlentscheidung. Genau wie wenige Sekunden später, als Lewandowski im schottischen Strafraum zu Fall gebracht wurde, der Elfmeterpfiff aber ausblieb.
Es war allerdings nur eine kurze Verschnaufpause für die Gäste. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde brachte Thomas Müller die Münchner mit einem Abstauber in Führung. Zuvor hatte Celtics Torhüter Craig Gordon den Kopfball Lewandowskis noch glänzend parieren können. Gegen Müllers Nachschuss war er dann allerdings machtlos.

Jupp Heynckes starrte regungslos vor sich hin, fast wütend sah er aus

Celtic war den Bayern in allen Disziplinen deutlich unterlegen, selbst bei Kopfbällen. Rechtsverteidiger Joshua Kimmich traf noch vor der Pause per Kopf zum 2:0, zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte sein Nationalmannschaftskollege Mats Hummels auf 3:0. Der Innenverteidiger, der zuletzt 2013 für Borussia Dortmund in der Champions League getroffen hatte, konnte nach einer Freistoßflanke von Arjen Robben unbedrängt einköpfen.

Die Arena jubelte, nur ganz rechts auf der Trainerbank rührte sich nichts. Jupp Heynckes starrte regungslos vor sich hin, fast wütend sah er aus. Es war ein sympathischer Kontrapunkt zum übertriebenen Hype um seine Person, der durch das Spiel am gestrigen Abend noch einmal befeuert werden dürfte. Der Tenor: Da hat einer den Bayern offensichtlich den Spaß an der Freude zurückgebracht, hat die freudlose Stimmung vertrieben, die sein Vorgänger Carlo Ancelotti angeblich verbreitet hat. Wenn es jemanden gibt, der solchen Deutungen vermutlich entschieden widersprechen würde, dann ist es Jupp Heynckes. Er weiß am besten, dass man aus zwei flockigen Heimsiegen gegen Freiburg und Celtic noch keine allgemeingültigen Schlüsse ziehen sollte. Viel schwerer dürfte es für die Bayern aber auch am Wochenende nicht werden. Dann treten sie beim Hamburger SV an. (Tsp)

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