Sport : Sieg mit Pausen

Borussia Dortmund besiegt Dynamo Dresden in der zweiten DFB-Pokalrunde 2:0 – die Fans aus Sachsen benehmen sich daneben, das Spiel muss mehrmals unterbrochen werden

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Alles Kopfsache. Torschütze Robert Lewandowski (l.) und seine Dortmunder zeigten gegen Romain Bregerie und Dynamo Dresden keine Konzentrationsschwächen. Foto: Reuters
Alles Kopfsache. Torschütze Robert Lewandowski (l.) und seine Dortmunder zeigten gegen Romain Bregerie und Dynamo Dresden keine...Foto: REUTERS

Wenn sich einer der großen Klubs in der Bundesliga mit Pokalpleiten auskennt, dann ist es Borussia Dortmund. Zuletzt hießen die Endstationen Osnabrück und Offenbach. So mochte Trainer Jürgen Klopp vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden nichts dem Zufall überlassen. Er tauschte gegenüber dem 5:0 gegen Köln keinen Feldspieler aus und beorderte lediglich Mitch Langerak für Roman Weidenfeller zwischen die Pfosten. Schließlich trafen die Dortmunder auf einen Gegner, der in der Runde zuvor Bayer Leverkusen nach einem 0:3-Rückstand noch 4:3 aus dem Wettbewerb beförderte. Die Strategie, die Begegnung mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit anzugehen, funktionierte, Dortmund bewältigte die Pflichtaufgabe und siegte 2:0 (1:0). Jürgen Klopp war mit dem Ergebnis zufrieden. „Es war keine wilde Pokalschlacht“, sagte er, „wir haben das souverän erledigt.“

73 100 Zuschauer verfolgten die Partie, es war die größte Kulisse, die es in der zweiten Runde des DFB-Pokals jemals gegeben hat. Vor allem mehr als 10 000 Fans aus Dresden sorgten für eine bemerkenswerte Stimmung, von der sich die Gäste anfangs beflügeln ließen. Allerdings musste Schiedsrichter Peter Gagelmann das Spiel mehrmals unterbrechen, weil die Dresdner Feuerwerkskörper abbrannten. Schon vor dem Spiel war es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Dresdner Anhängern gekommen. Es gab zwei Festnahmen sowie 15 Verletzte.

Mehr als 20 Minuten hielt Dynamo die Partie mit großem Elan offen, ehe sich die Borussia in der gegnerischen Hälfte festsetzen konnte. Von Minute zu Minute wurde das ungleiche Kräftemessen einseitiger, die Dortmunder Führung war nur eine Frage der Zeit. Benders Fernschuss konnte Dresdens Keeper Hesl noch mit einer tollen Parade entschärfen, doch bei der folgenden Ecke passierte es: Nationalspieler Mario Götze trat den Ball nach innen, Robert Lewandowski war mit dem Kopf zur Stelle und erzielte die Führung. Es war der siebte Treffer für den Polen in den jüngsten vier Pflichtspielen.

Nach einer halben Stunde war Dortmund auf Kurs und konnte das Spiel von nun an souverän kontrollieren. Daran änderte sich auch nach der Pause nichts. Piszczek und Götze hatten gute Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Die Borussia drückte weiter, während sich die Gäste aus Sachsen bemühten, mit gelegentlichen Kontern zurück ins Spiel zu kommen. Wirklich zielgerichtet waren die spärlichen Attacken nicht, der Australier Langerak konnte sich im Dortmunder Tor kaum für weitere Einsätze aufdrängen. Nach etwas mehr als einer Stunde fiel die Entscheidung, als Mario Götze von Sven Bender in Szene gesetzt wurde. Dortmunds bester Spieler lief einige Meter und schob den Ball dann in die lange Ecke.

Damit war das Spiel entschieden, die Fans aus Dresden warfen wieder Feuerwerkskörper aus Spielfeld. Das Spiel musste noch einmal unterbrochen werden. Klopp sagte nur: „Dazu will ich nichts sagen, da ist jedes Wort zu viel.“

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