Simunic-Interview : „Ganz tief in mir drin tut es mir leid für Hertha“

Ex-Herthaner Josip Simunic spricht nach dem 2:0-Sieg mit Hoffenheim in Berlin über seine Rückkehr ins Olympiastadion, Pfiffe der Fans und Herthas Chancen im Abstiegskampf.

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Foto: dpadpa

Herr Simunic, es war Ihr erstes Spiel im Olympiastadion seit Ihrem Weggang von Hertha BSC. Wie war die Rückkehr nach Berlin?



Jedes Spiel in der Bundesliga ist ein besonderes, aber in Berlin gegen Hertha – das ist für mich natürlich noch besonderer. Als ich die Treppe zum Spielfeld raufgekommen bin, habe ich eine richtige Gänsehaut bekommen. Aber es hat Spaß gemacht.

Sie haben mit Hoffenheim ja auch gewonnen.

Ja, wir haben sehr gut gespielt. Wir haben das gezeigt, was man zeigen muss, um in einem solchen Spiel erfolgreich zu sein: Teamgeist, Laufbereitschaft und den unbedingten Siegeswillen. Bis zum 1:0 haben wir ein paar Probleme gehabt, aber danach war es für Hertha psychologisch sehr schwer.

Herthas Fans haben Sie ausgepfiffen. Schmerzt Sie das?

So ist Fußball. Ich habe neuneinhalb Jahre für Hertha gespielt. Da können Sie sich vorstellen, dass ich ein bisschen enttäuscht bin. Aber das muss man als Profi irgendwie verkraften.

Sie könnten Hertha durch den Sieg den entscheidenden Stoß im Abstiegskampf verpasst haben.

Kann sein. Es wäre schade. Ganz tief in mir drin tut es mir leid für Hertha.

Was müsste Hertha tun, um noch in der Bundesliga zu bleiben?

Gewinnen.


Aufgezeichnet von Stefan Hermanns. Josip Simunic, 32, stand von Januar 2000 bis Juni 2009 bei Hertha unter Vertrag. Im Sommer wechselte er für sieben Millionen Euro nach Hoffenheim.

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