Song über den nordirischen Stürmer : Will Grigg und seine EM-Charthymne

Nordirlands Stürmer Will Grigg hat seine eigene Charthymne. Im Nationalteam sitzt der Stürmer dagegen meist nur auf der Bank.

Ilja Behnisch
„Hört alle hin!“ Wie ein Virus verbreitet sich die Hymne auf Will Grigg im Netz.
„Hört alle hin!“ Wie ein Virus verbreitet sich die Hymne auf Will Grigg im Netz.Foto: AFP

Will Grigg ist „on fire". Das weiß ganz Großbritannien. Denn Nordirlands Nationalstürmer Will Grigg misst sich derzeit nicht nur mit Europas Fußballelite. Ein Lied ihm zu Ehren nimmt es auch noch mit David Guetta und Rihanna auf. Bis in die Top Ten der englischen iTunes-Charts hat es der Song geschafft.

Angefangen hat alles im Mai. Der englische Drittligist Wigan Athletic steht kurz vor dem Aufstieg, Will Grigg ist ihr Torgarant. In 40 Saisonspielen trifft er 25 Mal. Er wird zum Torschützenkönig. Grund genug für Wigan-Fan Sean Kennedy, ihm auf YouTube ein Ständchen zu singen. Dafür bedient er sich der Melodie des 90er-Jahre-Hits „Freed from desire“, gesungen von der Italienerin „Gala“, und ändert den ursprünglichen Text in: „Will Grigg’s on fire, your defense is terrified. Na nanananana nanana nanana.“ Zum letzten Heimspiel der Saison singen es die 18.730 Zuschauer im Stadion.

"Der beste Fangesang der Menschheitsgeschichte"

Wie ein Virus verbreitet sich der Fangesang schließlich quer durchs Internet. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis jemand das kommerzielle Potenzial des Songs für sich entdeckt. Das aus Bristol stammende DJ-Duo „Blonde“ nimmt sich der Sache an, und das mit Herz: Die Einnahmen ihres Chart-Erfolgs gehen an die Stiftung eines erkrankten Wigan-Fans.

Und auch Sean Kennedy, der den Hit auf den Weg brachte, geht nicht leer aus in diesem Märchen: „Dafür, dass du den besten Fangesang der Menschheitsgeschichte erfunden hast, hast du dir eine Gratis-Dauerkarte für die nächste Saison verdient“, twitterte der Vorsitzende des Klubs an seine Adresse.

Dabei hat die Grigg-Mania längst auch die nordirische Nationalmannschaft erreicht. Auch wenn er die EM-Qualifikation komplett von der Ersatzbank aus erlebte und sich seine bisherige Quote mit einem Tor in neun Länderspielen eher bescheiden ausnimmt – bei den Fans ist er die Nummer eins. Klar. Will Grigg ist schließlich „on fire“.

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