Sport : Souverän trotz Sorgen

Die finanziell angeschlagenen Dortmunder bestimmen in Hannover das Spiel und siegen verdient 3:1

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Hannover Borussia Dortmund hat sich in der Fußball-Bundesliga weiter Luft verschafft. Die sportlich und vor allem die finanziell angeschlagenen Dortmunder kamen in der Auswärtspartie bei Hannover96 zu einem sicheren 3:1 (0:2) und bleiben damit in der Rückrunde ungeschlagen. Vor 36523 Zuschauern in der AWD-Arena schossen Jan Koller (6.) und Lars Ricken (30., 56.) die Tore für die Gäste. Nebojsa Krupnikovic (72.) erzielte per Foulelfmeter lediglich den Ehrentreffer für Hannover.

Die Dortmunder zeigten eine überraschend souveräne Vorstellung. Die in der Vorrunde verunsicherte Mannschaft bestimmte die Partie von Beginn an und setzte die Gäste immer wieder unter Druck. Angetrieben vom starken Sebastian Kehl im zentralen Mittelfeld attackierten die Dortmunder Spieler die Gastgeber früh, provozierten Fehler und hatten nur in der Schlussphase in einigen Szenen Probleme.

Die beiden ersten Treffer wurden durch Flanken vorbereitet. Zunächst legte Florian Kringe von der linken Seite vor, und Jan Koller nutzte nach Fehlern von Per Mertesacker und Sören Halfar die Chance zu einem schönen Kopfballtreffer. Das zweite Tor fiel ähnlich. Ricken köpfelte die Flanke von Dede nach Stellungsfehler von Dariusz Zuraw ins Tor. Seinen zweiten Treffer erzielte Ricken mit einem schönen Schuss aus 14 Metern.

Hannover hatte den Dortmundern kaum etwas entgegenzusetzen. Trainer Ewald Lienen setzte gegen Dortmund zwar auf die offensive Variante und ließ seine Elf wieder mit drei statt zwei Stürmern beginnen, doch auf dem Feld überzeugte allein Daniel Stendel. Enttäuschend war das 96-Mittelfeld, das in der Vorrunde das Herzstück gewesen war. Der seit Wochen um eine Vertragsverlängerung feilschende Nebojsa Krupnikovic spielte viel zu lässig, und auch die sonst so aggressiven Altin Lala und Julian de Guzman setzten das gegnerische Mittelfeld nicht wie gewohnt unter Druck.

Nach dem Wechsel stellte Lienen in der Abwehr auf eine Dreierkette um und brachte in Thomas Christiansen einen weiteren Stürmer, allerdings gelang auch ihm wenig. Gegen die abgeklärte Dortmunder Defensive fehlte das Durchsetzungsvermögen, so dass es nach einem Foul von Andre Bergdölmo gegen Christiansen nur beim Elfmetertor blieb. dpa

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