Sport : Spandaus Wasserballer vor dem Titel

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Berlin – Es scheint, als sei die Spannung des Vorjahres schon wieder Geschichte. Da gewannen die Wasserfreunde Spandau 04 den Meistertitel in der Best-of-Five-Finalserie gegen den ASC Duisburg mit 3:1 nach vier Spielen, von denen keines mit mehr als einem Treffer Unterschied endete. Nun sind die Zeiten der Spandauer Dominanz ganz offensichtlich wieder da. Die Berliner haben in dieser Saison weder in Meisterschaft noch in Pokal einen Punkt abgegeben oder eine Niederlage erlitten. „Wir können ja nicht extra schlecht spielen, nur um es etwas ausgeglichener aussehen zu lassen“, sagt Manager Peter Röhle.

Und so reihte sich in logischer Folge an das 13:7 vom Mittwochabend beim ASC Duisburg am Samstag in Spiel zwei im Freibecken des Forumbades im Olympiapark am Olympiastadion ein 14:7 (2:1, 7:2, 3:2, 2:2), das nur am Anfang eine kleine Ahnung davon aufkommen ließ, dass hier zwei Teams um den nationalen Titel kämpfen. Nach dem Match konnte im Spandauer Spielerkreis schon mal das Motto ausgegeben werden: Vorbereiten zum Feiern! Am Sonntag um 13 Uhr steigt im Forumbad Spiel drei der Serie und keiner der Beobachter der bisherigen Partien kann sich ernsthaft vorstellen, dass es tatsächlich im Falle eines ASCD-Sieges noch einmal ein viertes Match am kommenden Mittwoch in Duisburg geben könnte.

Am Samstag waren die Wasserfreunde nicht von Beginn an überlegen. Vielleicht war es der kühlen Witterung geschuldet. Nach der 2:0-Führung kamen die Gäste nochmal auf 2:3 heran, aber dann war Schluss mit lustig. Treffer um Treffer für Spandau folgte – beim 8:2 war im Grunde die Entscheidung gefallen. Der Rest war – je nach Sicht der Beteiligten – Ergebnispflege oder -kosmetik. Das 14:7 am Ende war verdient und hätte noch höher ausfallen können. Der fehlende Sieg für Titel Nummer 32 seit 1979 scheint nur noch Formsache. Spandau, das bereits zweimal in den Finalserien der vergangenen sechs Jahre gegen Duisburg das erste Heimspiel verloren hatte, ließ sich diesmal nicht überraschen. „Das täuscht nicht darüber hinweg, dass einige Dinge offen geblieben sind. Wir wollen in der kommenden Saison endlich auch wieder international ein besseres Bild abgeben“, sagte Peter Röhle. Klaus Weise

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