Sport : Spanische Sensation

Maria Jose Rienda Contreras feiert beim Riesenslalom einen historischen Sieg – Ertl schafft nur Platz 17

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Are/GarmischPartenkirchen - Sie wollte sich für den fehlenden Erfolg bei der Ski-WM in Bormio revanchieren und war hochmotiviert. Doch dann patzte Martina Ertl aus Lenggries wieder. Sie fuhr am Sonntag beim Riesenslalom im schwedischen Are so schlecht, dass sie nur auf den 17. Platz kam. „Mir kommt das Gelände einfach nicht entgegen. Man muss hier eher feinfühlig fahren“, sagte die 31-Jährige nach ihrer unbefriedigenden Vorstellung und klagte über eine Schneeflocke auf der Brille, die ihr im ersten Lauf die Sicht genommen habe. In 2:06,56 Minuten lag Martina Ertl auf der WM-Strecke für 2007 insgesamt 1,88 Sekunden hinter der Siegerin Maria Jose Rienda Contreras. Die 29-Jährige schaffte in als erste Spanierin seit mehr als 13 Jahren einen alpinen Weltcup-Sieg für ihr Land. Der letzte spanische Erfolg in einem Riesenslalom lag sogar bereits 20 Jahre zurück.

„Ich bin überglücklich. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich es endlich geschafft habe“, sagte Rienda Contreras. Auf den zweiten Rang kam die Österreicherin Nicole Hosp vor der Weltmeisterin Anja Pärson aus Schweden, die damit wieder die Führung im Gesamtweltcup übernahm. Für die deutsche Mannschaft konnte nur Annemarie Gerg aus Lenggries als 27. noch Weltcup-Punkte sammeln.

Genauso frustriert wie Martina Ertl ist Hilde Gerg, die im Super-G lediglich Achte geworden war. Sie suchte die Schuld für ihr schlechtes Abschneiden bei den widrigen Bedingungen. „Es war so ein nasser Schnee. Ich bin dafür wohl zu weite Wege gefahren. Man hätte direkter angreifen müssen. Schade, ich hätte es schneller erwartet“, sagte sie. Mit 251 Punkten ist Hilde Gerg nun nur noch Außenseiterin im Kampf um den Sieg in der Disziplin-Gesamtwertung. 1997 und 2002 war sie als beste Super-G-Fahrerin ausgezeichnet worden. In Führung liegt Renate Götschl aus Österreich.

Götschls Landsmann Christoph Gruber hat den Super-G-Weltcup der Männer in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Gruber setzte sich auf der Kandahar-Strecke mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung gegen den Schweizer Didier Defago durch. Francois Bourque (Kanada) wurde überraschend Dritter mit vier Hundertstelsekunden Rückstand auf Gruber. Florian Eckert aus Lenggries landete auf dem 18. Platz dpa

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