Sport : Spiele mit Nachwirkung

HSV und Stuttgart wollen im Uefa-Cup überwintern

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Hamburg Der Anhang des Hamburger SV darf sich am Donnerstag ein wenig selbst feiern. Bevor der Ball durch die AOL-Arena rollt, wird die Aufnahme des 30 000. Vereinsmitgliedes in der Arena bekannt gegeben. Anschließend findet in der Uefa-Cup-Gruppenphase das Spiel gegen Viking FK Stavanger (18.30 Uhr/live im DSF) statt.

Der Bundesligist verzeichnet in der laufenden Spielzeit einen wahren Mitglieder-Boom. Seit Saisonbeginn konnte der Tabellendritte 5000 neue Mitglieder in sein Vereinsregister eintragen. „Es ist schon fast Routine geworden, dass wir pro Heimspiel einen neuen Tausender-Schnitt verkünden können“, sagte HSV-Vorstandsmitglied Christian Reichert. Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht absehbar. Voraussetzung ist der sportliche Erfolg. Das Spiel gegen Stavanger darf der HSV wieder mit Rafael van der Vaart bestreiten. In der Bundesliga ist der Niederländer immer noch gesperrt, im DFB-Pokal und im Uefa-Cup aber darf er das Spiel der Hamburger lenken. Trainer Thomas Doll beschwört die Torgefährlichkeit des 22 Jahre alten holländischen Nationalspielers. „Rafael ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns. Er bereitet Tore vor und erzielt selbst welche. Wir sind froh, dass er gegen Stavanger wieder dabei ist“, sagte Doll.

Mit elf Toren in dieser Saison (Bundesliga 6, Uefa-Cup 3, UI-Cup 2) ist van der Vaart bisher der Spieler der Saison. Seine Schussgewalt und Treffsicherheit sind umso wichtiger, da die anderen Offensivspieler in dieser Saison nicht so erfolgreich waren. Benjamin Lauth, der im UI-Cup immerhin viermal traf, wartet seit 16 Spielen auf ein Tor. Naohiro Takahara traf einmal im DFB-Pokal, und der erneut verletzte Emile Mpenza hat in zehn Spielen auch erst einmal getroffen. Einzig Sergej Barbarez kann mit neun Treffern (Bundesliga 4, DFB-Pokal 3, UI-Cup 2) Kontakt zu Torjäger van der Vaart halten.

Mit einem Erfolg gegen die Norweger könnten die Hamburger schon für die Runde der letzten 32 Teams im Februar nächsten Jahres planen. „Wir wollen in diesem Wettbewerb unbedingt überwintern“, sagte Dietmar Beiersdorfer, der Sportchef der Hanseaten. Etwas forscher formulierte es der Trainer: „Unser Ziel sollte es sein, als Erster durchzugehen.“

Ein ganz ähnliches Ziel hat auch der VfB Stuttgart. Im Heimspiel gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk (20.45 Uhr/DSF) müssen die Schwaben auf ihren Torwart Timo Hildebrand verzichten. Der 26-Jährige ist nach einem grippalen Infekt noch geschwächt. „Der Arzt hat gesagt, es ist unmöglich, dass er spielt“, sagte der Stuttgarter Trainer Giovanni Trapattoni. Für Hildebrand wird wie zuletzt beim 3:3 gegen Hertha BSC der 34 Jahre alte Dirk Heinen im Tor stehen. Im Angriff setzt Trapattoni auf den dänischen Torjäger Jon Dahl Tomasson, dessen Sperre in der Bundesliga nun abgelaufen ist, und auf den zuletzt so starken Danijel Ljuboja. „Wir werden mit einer Mannschaft antreten, die sehr erfahrene Spieler aufweist“, kündigte Trapattoni an.

Zwei Wochen nach dem 2:0 bei Stade Rennes hofft der VfB auf den lange ersehnten Heimsieg. Seit dem 1:0 am 25. September gegen Kaiserslautern haben die Stuttgarter nicht mehr im Gottlieb- Daimler-Stadion gewonnen. dpa/Tsp

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