Spitzensportreform : Turnpräsident Hölzl will kein „Sparmodell“

Die Spitzensportreform sehen viele Verbände mit Sorge. So auch die deutschen Turner. Deren Präsident Hölzl will sich nicht unterjochen lassen.

Sieht die Spitzensportreform kritisch: Der Präsident des Deutschen Turner-Bundes Alfons Hölzl.
Sieht die Spitzensportreform kritisch: Der Präsident des Deutschen Turner-Bundes Alfons Hölzl.Foto: picture alliance / Rainer Jensen

Präsident Alfons Hölzl hat am Samstag zum Auftakt des Turntags des Deutschen Turner-Bundes in Bruchsal zu selbstbewusstem Umgang mit der Politik aufgerufen. „Der Sport darf sich nicht unterjochen lassen. Lassen sie uns Stärke zeigen, wenn es um die Belange des Sports geht. Die Spitzensportreform muss den internationalen Erfordernissen des Hochleistungssports gerecht werden und darf nicht zu einem Sparmodell degradiert werden“, warnte DTB-Chef Hölzl angesichts der anhaltenden Diskussionen um den Reformprozess. Den Turnern sei durchaus bewusst, dass auch sie ihren Beitrag zum Gelingen der Reform leisten müssten. 

Der 4,96 Millionen Mitglieder starke Verband will in Bruchsal die „Weichen für die Zukunft“ stellen. Die 317 stimmberechtigten Führungskräfte aus allen Gremien sollen nach dem Willen Hölzls den Fokus der kommenden Jahre auf die Nachwuchsarbeit richten. Der 49-Jährige Jurist, der dem DTB seit 2016 vorsteht, stellt sich ohne Gegenkandidat für eine weitere Amtsperiode zur Wahl.

Großen Applaus von den Delegierten erhielten die Turn-Weltmeisterin Pauline Schäfer (Chemnitz) und die WM-Dritte Tabea Alt (Ludwigsburg), die zu Beginn der Veranstaltung geehrt wurden. (dpa)

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