SPORTFÖRDERUNG IN GROSSBRITANNIEN : Mit Geld und Zentralismus zur Radfahrnation

Großbritannien hat sich in den vergangenen Jahren zur erfolgreichsten Radsportnation entwickelt. Acht ihrer 19 Goldmedaillen bei Olympia in Peking haben die Briten im Fahrradsattel gewonnen, sieben davon auf der Bahn.

Erfolg im Bahnradsport ist mit Geld leichter zu erreichen als in anderen Disziplinen. Gute Bahnradhallen und High-Tech-Fahrräder kann sich schließlich nicht jedes Land leisten. Die Förderung des britischen Radsports für Olympia 2012 in London durch UK Sports ist fast sechsmal so hoch wie die für die Spiele 2000. „Die Briten analysieren den Markt genau und fördern dann Sportarten, die viel Erfolg versprechen. Wer innerhalb von drei Jahren die Entwicklung nicht vollzieht, wird weniger gefördert“, sagt Burckhard Bremer, Leistungssportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer. Der Erfolg der Briten liegt seiner Einschätzung nach auch an den Strukturen: In Manchester sind die besten Athleten zusammengezogen und werden von einem festen Trainerstab betreut. Die Athleten sind über Verträge mit dem Verband finanziell abgesichert, müssen sich also nicht wie in Deutschland ein Profiteam suchen.teu

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